Lieberknecht attackiert Linke

Erfurt – Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat die Linke scharf attackiert. Die Thüringer wollten „keine Experimente“ und „keine linken Ideologen an der Spitze dieses Landes“, sagte sie der „Welt“. Auf der Landesliste der Linken kandidierten „Stasi-Zuträger“, die Landesvorsitzende Susanne Henning-Wellsow stehe „für Castor-Schottern“, und das Programm sei „zu 80 Prozent ein Plagiat des PDS-Programms aus dem Jahr 2004“.

Sie kämpfe „voller Leidenschaft und Begeisterung“, um Ministerpräsidentin zu bleiben, betonte Lieberknecht. „Zu viel steht auf dem Spiel.“ Sie sei „Verantwortungsethikerin in einem durch und durch protestantischen Sinn“. Thüringen brauche Kontinuität und Verlässlichkeit. „Und dafür stehe ich ohne Wenn und Aber. Ich würde mir gar keine anderen Gedanken erlauben.“ Zuvor war die CDU-Politikerin mit dem Satz zitiert worden: „Ich muss nicht Ministerpräsidin sein.“ Lieberknecht sprach sich klar für eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition aus, die „sehr erfolgreich gearbeitet“ habe. Das sähen die „Kolleginnen und Kollegen Sozialdemokraten“ nicht anders. Zwar sei ein Bündnis mit den Grünen „nicht ausgeschlossen – anders als eine Koalition mit AfD oder Linkspartei“. Doch sei Schwarz-Rot „die wahrscheinlichste Option für die nächste Wahlperiode“.

Über dts Nachrichtenagentur

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