Leipheim – Fund einer Fliegerbombe am ehemaligen Fliegerhorst – Entschärfung vor Ort

14-08-2013 guenzburg leipheim bombenfund entschaerfung flugplatz polizei kampfmittelraeumdienst zwiebler titel

Symbolbild

Am Montagnachmittag, 28.08.2017, wurde im Rahmen von Baggerarbeiten auf der Rollbahn des ehemaligen Fliegerhorstes in Leipheim, Lkrs. Günzburg, eine scharfe, amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg aufgefunden.

Die Bombe hatte ein Gesamtgewicht von ca. 130 kg, wobei die Treibladung ca. die Hälfte des Gewichtes ausmachte. In Rücksprache mit dem verantwortlichen Sprengmeister des Sprengkommandos München wurde der Bereich um den Fundort im Radius von 400 Meter evakuiert. Die Evakuierung wurde mit starken Kräften der Polizeiinspektion und Autobahnpolizeistation Günzburg unter Einbindung des Kreisbrandrates, der Feuerwehr Leipheim, THW und Katastrophenschutz durchgeführt und aufrechterhalten.
Zusätzlich waren insgesamt 17 Kräfte des Rettungsdienstes an der Einsatzörtlichkeit. Nachdem die Entschärfung um 19:30 Uhr begonnen hatte, war diese um 19:55 Uhr erfolgreich beendet und die Fliegerbombe kurze Zeit später sicher im Spezialfahrzeug des Kampfmittelräumdienstes verladen. Die Fliegerbombe lag auf der freien Rollbahn in ca. drei Meter Tiefe und der direkte Nahbereich war unbebaut. Insofern bestand keine Gefahr für Anwohner. Die direkt angrenzenden und gefährdeten Firmen wurden informiert, alle betroffenen Mitarbeiter hielten sich während der Maßnahme in gesicherten Bereichen auf. Auf Grund eines in Nähe des Fundortes befindlichen Heißluftballons verzögerten sich die Entschärfungsmaßnahmen für wenige Minuten. Der Ballonführer konnte über Mobiltelefon erreicht und zum Ändern von Flughöhe und -kurs angehalten werden.