Landtagswahl Thüringen: Rot-rot-grün rechnerisch möglich

Erfurt – Nach der Landtagswahl in Thüringen ist ein rot-rot-grünes Bündnis rechnerisch möglich, ebenso wie eine Koalition aus CDU und SPD. Nach dem vorläufigen Endergebnis, das der Landeswahlleiter am Sonntagabend veröffentlichte, kommt die CDU im neuen Landtag auf 34 Sitze, die SPD auf 12, die Linke auf 28, die Grünen auf 6, die AfD auf 11 Sitze. Der neue Landtag hat mit drei Überhandmandaten damit 91 Sitze.

Eine mögliche Koalition aus CDU und SPD hätte 46 Sitze, ebenso wie ein Bündnis aus Linken, SPD und Grünen. Beide möglichen Regierungskoalitionen müssten daher mit nur einer Stimme Mehrheit regieren. Die amtierende Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ließ am Abend in der ARD durchblicken, dass sie dies nicht stören würde. Sie habe bereits Erfahrung mit einer so knappen Mehrheit. Beim Zweitstimmenergebnis kommt die CDU auf 33,5 Prozent, die SPD auf 12,4 Prozent, die Linke auf 28,2 Prozent, die Grünen auf 5,7 Prozent, die FDP auf 2,5 Prozent, die AfD auf 10,6 Prozent, die Freien Wähler auf 1,7 Prozent, die Republikaner auf 0,2 Prozent, die NPD auf 3,6 Prozent, die KPD auf 0,1 Prozent, die Piratenpartei auf 1,0 Prozent und die Satirepartei „Die Partei“ auf 0,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,7 Prozent.

Über dts Nachrichtenagentur

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