Landkreis Oberallgäu stellt Asyl-Notfall-Kapazitäten zur Verfügung

Foto: Landratsamt

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Aufgrund aktueller weltpolitischer Krisenherde und unerträglicher Menschenrechtsverletzungen mussten in den letzten Wochen und Monaten viele Menschen ihre Heimatländer verlassen.
 
Viele dieser Menschen suchen in Deutschland Asyl und Schutz. Die bisherigen Kapazitäten in den Erstaufnahmestellen reichen jedoch nach wie vor nicht aus, um alle nach Bayern kommenden Flüchtlinge angemessen aufzunehmen und unterzubringen.
 
Der verhängte Aufnahmestopp in der Münchner Bayernkaserne Anfang vergangener Woche und der nahende Winter hat die kurzfristige Schaffung von Notkapazitäten in ganz Bayern notwendig gemacht.
 
Nach Gesprächen, die Landrat Anton Klotz mit Regierungspräsident Scheufele führte, soll nun vorübergehend – bis voraussichtlich zum Frühjahr 2015 – das Gebäude 4 der Grüntenkaserne in Sonthofen als Notfallaufnahmeeinrichtung genutzt werden.
 
Dort stehen bereits 100 Plätze zur Verfügung. Weitere Plätze zur kurzfristigen Unterbringung sollen nun geschaffen werden, um besonders die Erstaufnahmestelle in München zu entlasten. Die aktuell im Sonthofener Gebäude untergebrachten rund 80 Bewohner werden in den kommenden Tagen in freien Unterkünften im Landkreis und dem gesamten Allgäu aufgenommen.
 
Sollte die Unterbringungskapazität in der Erstaufnahmeeinrichtung in München mit ihren Außenstellen nicht ausreichen, könnten die ersten Asylbewerber so bereits in den nächsten Tagen in Sonthofen untergebracht werden.
 
„Der Landkreis Oberallgäu sieht es als seine humanitäre Pflicht an, diesen Menschen, die alles hinter sich gelassen haben, echten Schutz zu gewährleisten. Dazu gehört eine angemessene Unterbringung, gerade für diejenigen Flüchtlinge, die gerade erst Deutschland erreicht haben“, so Anton Klotz, Landrat des Landkreises Oberallgäu.
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