Landkreis Biberach – Wie viel Stickstoff ist im Boden?

Landkreis Biberach | 02.02.2012 | 12-0285

Stickstoff ist teuer, deswegen sollte er zur Düngung genau bemessen werden. Ein zweiter Grund ist: Wird zu viel gedüngt, besteht die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser gelangt, oder bei Nährstoffmangel Ertrag verloren geht. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie viel Stickstoff im Boden vorhanden ist, bevor angedüngt wird. Der Stickstoffgehalt im Boden wird durch die Witterung im Winter, die Bodenverhältnisse und die Vorfrucht beeinflusst. Um zuverlässige Informationen über die Stickstoffversorgung zu erhalten, ist eine Untersuchung über den im Boden bereits mineralisierten Stickstoff notwendig (Nmin-Untersuchung).

Landwirtschaftsamt empfiehlt Proben

Das Landwirtschaftsamt empfiehlt  allen Landwirten Nmin-Proben zu ziehen, oder ziehen zu lassen. Für Landwirte, deren Flächen in Wasserschutzgebieten ausgleichsberechtigt sind, ist das Ziehen der Bodenproben Pflicht. Kann ein Landwirt bei einer Kontrolle keine Probeergebnisse vorlegen, wird die SchALVO Ausgleichsleistung nicht gewährt.

Das beauftragte Labor liefert dem Landwirt mit dem Ergebnis eine Düngebedarfsberechnung. Der Probenahmezeitraum ist begrenzt. Bei Winterungen und Sommerungen wird zwischen dem 15. Februar und 30. April, bei Mais vom 15. März bis 15. Mai eine Probe gezogen. Es ist darauf zu achten, dass die Bodenprobe erst kurz vor der ersten Düngungsmaßnahme gezogen wird. In Wasserschutzgebieten ist bei Mais die späte Nmin-Methode im 4-Blatt-Stadium des Mais vorgeschrieben.

An folgenden Sammelstellen können die Proben abgegeben werden: Biberach, Laupheim, Riedlingen, Uttenweiler und Erolzheim bei der jeweiligen BayWa AG; Reinstetten und Mittelbuch: beim Raiffeisen Lagerhaus; Unteressendorf: BAG; Äpfingen und Schemmerhofen: Landwirtschaftliches Lagerhaus Pappelau; Füramoos: Franz Hörnle; Bonlanden: Anton Ziesel; Bergerhausen: Michael Schmid; Achstetten: Klaus Bailer; Orsenhausen: Labor Dr. Jans; Dunzenhausen: Rupert Härle; Neufra: Peter Baisch; Blienshofen: Günther Knab; Obermarchtal: Norbert Munding; Hausen o. U.: Wolfgang Rommel; Machtolsheim: Labor Dr. Lehle.
 
An allen Sammelstellen können die interessierten Landwirte Formulare, Probebehälter und Bohrstöcke ausleihen. Bei Fragen stehen Ihnen auch das Landratsamt Biberach – Landwirtschaftsamt (07351-52 6712 bis 52 6717) und der Maschinenring Biberach-Ehingen (07351-1882610) zur Verfügung.

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