Kubicki kritisiert Wahlkampfstrategie in Sachsen

Berlin – Nach dem Wahldebakel in Sachsen hat der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki mangelndes Selbstbewusstsein in seiner Partei beklagt. Viele Liberale „fürchten sich ja, mit Menschen in Kontakt zu treten, weil sie die Häme, die über die FDP ausgegossen worden ist, nicht mehr ertragen“, sagte er im Interview der „Welt“. Die Erwartung der Wähler „befriedigt man aber nur, wenn man auf die Menschen zugeht und nicht wartet, bis sie selbst kommen“.

Kubicki kritisierte die Strategie des sächsischen Landesverbands, sich im Wahlkampf von der Bundespartei abzugrenzen. „Ich halte eine Strategie, die sich weniger mit Vergangenheitsbewältigung und mehr mit Zukunftsoptimismus beschäftigt, für sinnvoller“, sagte er. Das Wahlergebnis nannte der Parteivize sehr bitter. In der FDP stecke „unendlich viel Kraft“, so Kubicki.

Über dts Nachrichtenagentur

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