Krumbach – Testüberweisung, Datenausspähungen – mehrere tausend Euro Schaden

Lkrs. Günzburg/Krumbach + 27.09.2013 + 13-1714

7In den letzten Wochen gingen wieder vermehrt Strafanzeigen bei der Polizei ein, wobei den Anzeigenerstattern während des Online-Bankings Daten ausgespäht wurden und in Folge, teilweise mehrere tausend Euro unberechtigt vom Girokonto ins Ausland überwiesen wurden.
Oftmals erhielten die Geschädigten dabei eine Meldung, das aufgrund neuer Überweisungsformalitäten (SEPA-Überweisung) Testüberweisungen erfolgen müssten. In sämtlichen Fällen fand das sogenannte „SMS/TAN“-Verfahren Anwendung. Dabei erhielten die Geschädigten zeitgleich eine entsprechende TAN auf ihr Mobilfunkgerät, welche sie nichts Böses ahnend dann auch eingaben. Das Letzte, was den unbekannten Täter fehlte, denn die Zugangsdaten zum Online-Banking waren ja schon ausgespäht, teilten die arglosen Bürger somit mit, wodurch die illegale Überweisung erst möglich wurde. Die Polizei weist deswegen noch einmal daraufhin, beim Online-Banking besondere Vorsicht walten zu lassen.

Kein Geldinstitut wird jemanden Auffordern eine Testüberweisung durchzuführen oder aus Sicherheitsgründen irgendwelche Eingaben zu tätigen, schon gar keine Transaktionsnummern (TAN). Ebenso werden keine Kreditkartendaten noch sonstiges erfragt, um eine Legitimation durchzuführen. Sollten derartige Vorgänge während des Online-Bankings auftreten, sollte jeder seinen Computer auf einen eventuellen Viren- und Trojanerbefall kontrollieren. Sollten sensible Vorgänge über den heimischen PC stattfinden wie Online-Banking oder Einkäufe mittels Kreditkarte etc., dann sollte man die wenigen Kosten für eine entsprechende Virenschutzsoftware bzw. Firewall nicht scheuen. Anhand der Vielzahl von Anzeigen kann gesagt werden, dass bei solchen Vorgängen kostenfreie Schutzsoftware (sogenannte Freeware) keinen ausreichenden Schutz bieten.

 

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