Krumbach – Erpressungsversuch nach Motorradverkauf

Lkrs. Günzburg/Krumbach + 31.03.2014 + 14-0463

polizei blaulicht tag new-facts-euEin 35-jähriger Mann verkaufte vor kurzem über ein Internetportal ein gebrauchtes Motorrad. Das Motorrad befand sich in einem einwandfreien Zustand ohne Mängel. Einige Tage später erhielt der 35-Jährige einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung war der angebliche Käufer des Motorrades. Der Anrufer beklagte sich plötzlich darüber, dass das Motorrad erhebliche Mängel aufweisen würde und er deshalb mehrere Tausend Euro von dem Kaufpreis zurück haben wolle. Als der Verkäufer hierauf nicht einging, wurde er von dem Anrufer bedroht.
Bei dem beschriebenen Ablauf handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche. Die Betrüger gelangen über Anfragen zu den Fahrzeugen, die im Internet zum Verkauf angeboten werden, an eine Telefonnummer des Verkäufers. Nachdem das Fahrzeug wegen des Verkaufs aus dem Internetportal rausgenommen wurde, wenden sie sich einige Tage später an den Verkäufer. Sie wollen von diesem für einen angeblichen Fahrzeugschaden Geld.

Meist wird vorgespielt, dass sich der Käufer nun im Ausland befinde und die Überweisung deshalb in ein anderes Land gehen solle. Der Geldforderung wird in der Regel mit Drohungen Nachdruck verliehen.

Um nicht Opfer eines solchen Betrügers zu werden, sollte folgendes beachtet werden:
– Bei einem entsprechenden Anruf, sich nach dem Namen des Anrufers erkundigen.
– Fragen nach den einzelnen Verkaufsmodalitäten stellen, die nur der Käufer wissen kann.
– Auf keinen Fall Geldüberweisungen veranlassen.
– Von sich aus Kontakt mit dem Käufer aufnehmen, um den Sachverhalt zu klären.

 

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