Krumbach – Ein Jahr Integrierte Leitstelle Donau-Iller

Memmingen, Unterallgäu, Neu-Ulm, Günzburg + 08.11.2012 + 12-2630

ils 02Seit nun mehr einem Jahr erfolgt die Alarmierung der Feuerwehren für den Bereich der Landkreise Günzburg, Neu-Ulm, Unterallgäu und der Stadt Memmingen über die Integrierte Leitstelle (ILS) Donau-Iller. Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe durch die Feuerwehr und/oder den Rettungsdienst benötigen, wählen einheitlich den Notruf 112 und kommen bei der Integrierten Leitstelle mit Sitz in Krumbach an. Von dort aus werden dann über einen Einsatzleitrechner auf Grund vordefinierter Einsatzstich- und Schlagwörter und georeferenzierter Einsatzörtlichkeiten die nächstgelegenen Einsatzkräfte alarmiert. Bei der Anforderung der Feuerwehr wird dann immer die örtlich zuständige Feuerwehr alarmiert, welche je nach Schadensbild automatisch Unterstützung anderer Wehren erhält, die über bestimmte technische Ausstattungen wie beispielsweise für Verkehrsunfälle über hydraulische Rettungsgeräte oder bei Bränden  über Drehleitern und zusätzliche Löschfahrzeuge u.a. verfügen.

Vor Inbetriebnahme der ILS Donau-Iller wurden die Feuerwehren über die zuständigen Polizeiinspektionen alarmiert. Auf Grund einer vom bayerischen Innenministerium vorgegebenen neuen, bayernweit einheitlichen Feuerwehralarmierung und -alarmplanung   mussten die Kreisverhaltungsbehörden zusammen mit den örtlichen Feuerwehren und Gemeinden sowie den zuständigen Kreisbrandinspektionen in gut zweieinhalb Jahren Vorbereitungszeit ihr Notruf- und Alarmierungssystem neu organisieren. Für die Bereiche Memmingen, Unterallgäu, Neu-Ulm und Günzburg wurde zum 08.11.2011 die Integrierte Leitstelle (ILS) Donau-Iller in Betrieb genommen.

Für die Feuerwehren und das Technisches Hilfswerk hat sich mit der neuen Alarmplanung vieles verändert. Die neue Alarmplanung und die Nutzung eines zentralen Leitsystems bietet Vor- und Nachteile, allerdings muss sich jedes neue Planungskonzept in der Praxis auch bewähren. Aufgrund der Komplexität der Alarmplanung für rund 350 Feuerwehren im Bereich der ILS Donau-Iller sind innerhalb der vergangenen 12 Monate Erkenntnisse vorgetreten, die nun nach und nach angepasst werden müssen.

Ein großer Vorteil des neuen Alarmierungssystem ist, dass die gesetzliche Vorgabe nach der schnellen Hilfe die örtlichen Feuerwehren generell berücksichtigt. Dies stärkt auch das ehrenamtliche Engagement jeder Feuerwehr. Gleichzeitig ermöglicht das Leitsystem effizient eine schnellere und optimalere Hilfe für in Not geratene Personen, da je nach Schadensbild Feuerwehren und Rettungsdienst gleichzeitig alarmiert werden.

Nach einem Jahr ILS Donau-Iller muss man alle Beteiligten loben, die Leiter und Disponenten der Leitstelle, die Führer- und Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes, auch die Verantwortlichen in den Kommunen und nicht zuletzt das Team, dass verantwortlich ist/war für die Umsetzung der neuen Alarmplanung. Alle Beteiligten gaben und geben ihr Bestes, um den Bürgerinnen und Bürgern schnell und effizient zu helfen. Die Umstellung auf das neue Alarmierungssystem war richtig.



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