Krumbach – Betrügereien beim Kauf im Internet

internet _pressefotoEin Vater bestellte am 16.10.2016 im Internet ein Paar Markenschuhe für insgesamt 73 Euro für seine Tochter, die er mit seiner Kreditkarte bezahlte. Am folgenden Tag wurden allerdings 82,57 Euro abgebucht, woraufhin er den Kauf zu stornieren versuchte. Da jeglicher Kontakt mit dem Anbieter scheiterte, sperrte der 45-jährige Käufer über die Bank die Kreditkarte und ließ die Überweisung rückgängig machen. Ein paar Tage später wäre dies nicht mehr möglich gewesen, weshalb dem Käufer glücklicherweise kein Schaden entstand. Bei dem Verkäufer handelt es sich offensichtlich um einen „Fakeshop“ aus Peking/China.

Einige Tage später, am 18.10.2016, nahm ein 59-Jähriger über ein Internetverkaufsportal Kontakt zu einem Wohnmobilverkäufer in Kroatien auf. Da ihm der Verkäufer einen seriösen Eindruck machte und es sich um ein Äußerst gutes Angebot handelte, überwies der Mann auf ein angebliches Treuhandkonto in Kroatien eine Gesamtsumme von 5.800 Euro. Da das erworbene Wohnmobil jedoch trotz Lieferzusage nicht ankam, nahm er nochmals Kontakt mit dem Verkäufer auf und ließ sich eine Kopie des Fahrzeugbriefes übersenden. Auf dieser Kopie war jedoch nur die Fahrgestellnummer und nicht der Eigentümer erkennbar. Der Mann wurde nun misstrauisch und ging zur Polizei.
Es konnte festgestellt werden, dass die Fahrgestellnummer zu einem Fahrzeug gehört, das in Deutschland noch angemeldet ist. Eine Kontaktaufnahme mit dem Eigentümer ergab, dass dieser sein Wohnmobil momentan gar nicht verkaufen will. Er hatte das vor einigen Monaten vor und übersandte deshalb eine Kopie des Fahrzeugbriefes an eine Person im Ausland. Es muss davon ausgegangen werden, dass der 59-jährige Wohnmobilinteressent auf einen Betrüger hereingefallen ist. Die Ermittlungen dauern an.