Kritik an Lammert-Äußerung zum Bleiberecht von Israel-Gegnern

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat mit seiner Forderung, wonach Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, das Existenzrecht Israels anerkennen müssten, Irritationen provoziert. „Die meisten Antisemiten in der Bundesrepublik sind Deutsche – wohin dann mit denen“, fragte der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Jan Korte, der auch stellvertretender Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist. Asylbewerber dürften nicht zu Sündenböcken für ein gesamtgesellschaftliches Problem gemacht werden, sagte Korte dem „Tagesspiegel“.

Der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus sei eine große Aufgabe: „Wenn wir ihn erfolgreich führen wollen, brauchen wir keine Sündenböcke, sondern müssen selbstkritisch für einen positiven Bezug zu Demokratie und Menschenwürde werben.“

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Foto: Mann mit „Anti-Israel-Mundschutz“ (Demonstration), über dts Nachrichtenagentur