Kreuzthal – Vollbrand eines Stadels am Berg bei minus 16 Grad Celsius

Lkrs. Oberallgäu/Kreuzthal + 12.12.2012 + 12-2918

12-12-2012 brand berg kreuzthal new-facts-eu

Am Mittwoch, 12.12.2012, gegen 19.30 Uhr, wurde der Brand eines Stadels neben einem Wohngebäude durch eine Kontrollfahrt des Winterdienstes festgestellt und umgehend der Integrierten Leitstelle Allgäu mitgeteilt. Die Brandstelle befand sich auf einem Berg, der nur durch eine steile und vereiste Zufahrtsstraße erreicht werden konnte. Die Anfahrt der Einsatzkräfte zum Brandobjekt gestaltete sich entsprechend schwierig.

Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte stand der Stadel bereits im Vollbrand. Auf dem Dach der Halle befand sich eine Photovoltaik-Anlage. Im Brandobjekt befanden sich ein Pkw und ein Wohnwagen, die ebenfalls ein Raub der Flammen wurden.
Zur Brandbekämpfung waren ca. 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Ein Feuerwehrmann erlitt bei Löscharbeiten eine Rauchgasvergiftung und musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Löscharbeiten mussten bei minss 17 Grad Celsius durchgeführt werden. Entsprechend schwierig war es dann auch mit der Wasserförderung. Aus dem Tal musste Wasser über vier Tragkraftspritzen zur Brandstelle gepumpt werden. Das Wasser in der Löschleitung fror bei den Minustemperaturen immer wieder ein. Zusätzlich wurde mit Tanklöschfahrzeugen (Unimog/Schneeketten) Wasser zur Einsatzstelle gebracht.
Bei dem Objekt handelt es sich um einen ehemaligen Bauernhof mit Wohnhaus und Scheune, der von einer Familie bewohnt wird. Die Halle ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Zur Brandzeit war die Familie, die das Anwesen bewohnt, nicht zu Hause gewesen.
Kleintiere kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Bisher ist die Brandursache für das Feuer unklar. Erste Schätzungen des Schadens liegen seitens der Polizei bei 80.000 Euro, dieser Betrag dürfte sich aber noch gewaltig erhöhen. Die Kriminalpolizei Kempten hat die Ermittlungen vor Ort übernommen.

Bei diesem Einsatz wurde den Einsatzkräften viel abverlangt und verdient Respekt. Das Redaktionsteam bedankt sich bei Xaver und Valentin.



 


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