Kreiskliniken Unterallgäu – Knie, Schulter und Fuß – sind oft von Sportverletzungen betroffen

Foto: Kreiskliniken Unterallgäu

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Chefarzt der Unfallchirurgie an der Kreisklinik Mindelheim erklärt wie man welche Verletzung behandelt

Beim Sport passieren Verletzungen. Egal ob im Profi-, Breiten- oder Altensport – wer Sport betreibt, setzt sich dem Risiko aus, sich zu verletzen.

„Treiben Sie aber trotzdem regelmäßig Sport“, empfiehlt Dr. Tilman Eßlinger, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie an den Kreiskliniken Unterallgäu. Denn die Vorteile von regelmäßigem Sport sind deutlich höher zu bewerten als das Risiko sich dabei zu verletzen. Zumal die meisten Verletzungen gut behandelbar sind, erklärt der Chefarzt.

Bei Sportverletzungen sind mit am häufigsten das Schulter-, Fuß- und Kniegelenk betroffen.

Vor allem Radfahrer verletzen sich häufig an der Schulter. Ein direkter Sturz auf die Schulter kann zu einer Schulter-Eckgelenk-Sprengung führen. Dabei reißen die Haltebänder zwischen der Schulter und dem Schlüsselbein, so dass das Schlüsselbein nach oben weg steht. Bei einer geringen Ausprägung kann die Verletzung konservativ behandelt werden. Eine kosmetisch nicht so schöne Ausbeulung kann zwar bestehen bleiben, diese verursacht aber keine Funktionseinschränkungen in der Schulter. Bei einer stärkeren Ausprägung der Verletzung wird eine Operation empfohlen um Funktionseinschränkungen zu verhindern.

Die häufigste Verletzung am Fuß ist die Verstauchung des Sprunggelenkes, die oft durch banales Umknicken verursacht wird. Oft reißt beim Umknicken auch ein Teil des Bandapparates. Ein Bänderriss am Sprunggelenk wird in fast allen Fällen konservativ behandelt. Nach einer konsequenten 6 – 8 wöchigen Behandlung und Schonung ist das Sprunggelenk genauso stabil wie zuvor.

Das Kniegelenk ist das zentrale Gelenk in der Sporttraumatologie. Strukturen wie die Innen- und Außenbänder, der Meniskus, die Kniescheibe oder das vordere und hintere Kreuzband können bei Verletzungen kaputt gehen.

Je nach Verletzungsmuster, Ausprägung und genauer Lokalisation ist die Behandlung unterschiedlich, weiß Dr. Eßlinger. Durch Sportarten wie Volleyball, Fußball oder Handball können plötzliche Scherbewegungen im Knie Verletzungen verursachen. Ein plötzlich dick werdendes Knie sollte daher als Signal verstanden werden um möglichst schnell einen Arzt aufzusuchen. Denn je früher eine Verletzung behandelt werden kann, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Heilung und Funktionswiederherstellung.

Strukturen wie der Meniskus oder das Kreuzband wirken als Druckverteiler und Stabilisator im Knie. Daher versucht man bei Verletzungen, möglichst alle Strukturen im Kniegelenk zu erhalten. Denn beispielsweise ein gerissenes Kreuzband kann die Entstehung einer Kniearthrose begünstigen oder gar beschleunigen. Deshalb ersetzt man möglichst bei jedem Patienten das Kreuzband. Neueste Instrumentarien und Nahttechniken ermöglichen es zunehmend auch ein gerissenes vorderes Kreuzband zu nähen. Der große Vorteil ist, dass so die Nervenenden im Kreuzband erhalten bleiben, was dem Kreuzband eine zusätzliche Stabilität erhält. Diese Technik wird auch an der Kreisklinik Mindelheim angeboten.

Das Behandlungsziel ist immer die Biomechanik des verletzten Gelenkes oder Bereiches möglichst vollständig wieder herzustellen. In der Kreisklinik Mindelheim steht ein erfahrenes und spezialisiertes Team für die Beratung und Behandlung von Sportverletzungen zur Verfügung – damit Sie weiterhin mit gesunden Knien, Schultern und Füßen sportlich aktiv bleiben können.