Kreisfeuerwehrverband Ravensburg – Dienst- und Verbandsversammlung – Investitionsstau im Feuerwehrwesen

Freuten sich gemeinsam über die Ehrungen (v.l.n.r): Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Kevin Kärcher, Gerhard Sonnenmoser, Uwe Stürmer, Helfreid Wollensak, Albert Morgen, Manuela Engler und Verbandsvorsitzender Walter Kuon. Nicht auf dem Bild Stefanie Reich und Joachim Strasser.

Freuten sich gemeinsam über die Ehrungen (v.l.n.r): Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Kevin Kärcher, Gerhard Sonnenmoser, Uwe Stürmer, Helfreid Wollensak, Albert Morgen, Manuela Engler und Verbandsvorsitzender Walter Kuon. Nicht auf dem Bild Stefanie Reich und Joachim Strasser.

Das Land Baden-Württemberg bezuschusst das Feuerwehrwesen mit 50 Millionen Euro im Jahr. Mit diesem Geld können weit unter der Hälfte aller Zuschussanträge bewilligt werden. Verbandsvorsitzender Walter Kuon bemerkte, dass von diesem Budget ein Teil für den Neubau für die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal benötigt wird. Des Weiteren hat sich insgesamt das Antragsvolumen erhöht. Somit steht weniger Geld für die Bezuschussung von teuren Drehleitern und Sonderfahrzeugen zur Verfügung.

Stellvertretender Kreisbrandmeister Claus Erb berichtete aus seinem Fachbereich Technik und zentrale Beschaffungen, dass in vielen Städten und Gemeinden Ersatzinvestitionen anstehen, diese aber nicht getätigt werden können, da die wirtschaftlich erforderlichen Zuschüsse fehlen. Diese Sorgen waren insbesondere an MdL Rudolf Köberle gerichtet.

Nachdem im Frühjahr mit dem Releasewechsel in der Leitstelle Oberschwaben die Standardisierte Notrufabfrage eingeführt wurde, erläuterte Kreisbrandmeister Oliver Surbeck zur weiteren Qualitätssteigerung die notwendige Ersatzbeschaffung für das aus dem Jahr 2001 stammende Alarmierungssystem. Für einen schnellen und sicheren Betrieb ist ein Neuaufbau der Digitalen Alarmierung erforderlich. Da die Beteiligung der Kostenträger des Rettungsdienstes aktuell noch unklar ist, wird der Landkreis Ravensburg die Beschaffung vorfinanzieren, so Landrat Kurt Widmaier.

Eine Erleichterung für die Aus-und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen sah Surbeck mit der Möglichkeit, dass in Zukunft die Führungslehrgänge an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg für festgelegte Termine gebucht werden können. Bisher wurden die Plätze von der Landesfeuerwehrschule zugeteilt. Jetzt haben die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte die Möglichkeit, im Vorfeld die Ausfallzeit am Arbeitsplatz zu planen und zu regeln. Da die übrigen Lehrgänge in Zukunft dezentral unterrichtet werden sollen, regte Verbandsvorsitzender Kuon an, dass sich die Landkreise Sigmaringen, Bodensee, Biberach und Ravensburg für einen gemeinsamen, vom Land finanziell unterstützten, Ausbildungsstandort in der Region stark machten sollten. Die langen Anfahrtswege, wie bisher nach Bruchsal, könnten somit entfallen.

Im Rahmen der Versammlung wurden um das Feuerwehrwesen verdiente Personen geehrt. Als Partner der Feuerwehr, Frau Stefanie Reich von der Firma Toxx Pressotechnik aus Weingarten. Das Ehrenzeichen in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes erhielten Leitender Kriminaldirektor Uwe Stürmer aus Friedrichshafen und Fachberater Kevin Kärcher vom THW Weingarten. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze erhielt Manuela Engler von der FF Weingarten. Die Ehrenmedailie des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg erhielt Zugführer Gerhard Sonnenmoser von der FF Bad Wurzach. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielt Zugführer Joachim Strasser von der Feuerwehr Bad Waldsee. Die Ehrenmedailie des Deutschen Feuerwehrverbandes in Gold erhielt Oberamtsrat Helfried Wollensak von der Stadt Ravensburg. Zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes Ravensburg wurde Stadtbrandmeister a. D. Albert Morgen von der FF Isny ernannt.

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