Kramer will Abbau von Einstellungshemmnissen für Flüchtlinge

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer hat Bund und Länder zum weiteren Abbau von Einstellungshemmnissen für Flüchtlinge aufgefordert. „Nicht die Wirtschaft ist in der Bringschuld, die Verwaltung ist es“, sagte Kramer der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Noch immer gibt es gesetzliche Regelungen, die verhindern, dass Asylbewerber in allen Berufen nach drei Monaten arbeiten dürfen“, beklagte Kramer.

Er forderte Bund, Länder und Kommunen zudem auf, noch deutlich mehr in den Spracherwerb der Flüchtlinge zu investieren. „Wir brauchen viel mehr Sprachkurse. Ohne sprachliche Grundkenntnisse können wir mit der Eingliederung nicht beginnen.“ Die Arbeitgeber hätten eine Million offene Stellen zu besetzen. „Aber die Registrierung einschließlich der Ermittlung der Vorkenntnisse und die Durchführung der Asylverfahren dauern viel zu lange“, monierte Kramer.

Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle, über dts Nachrichtenagentur