Knabe nennt Kritik am Bundespräsidenten "unverschämt"

Berlin – Der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, hat die Äußerungen der Linken-Vorsitzenden Katja Kipping über Bundespräsident Joachim Gauck zurückgewiesen: „Den Umgang der Linkspartei mit dem Bundespräsidenten kann man nur noch als unverschämt bezeichnen“, sagte Knabe der „Welt“. Joachim Gauck habe in sehr abgewogener Form zum Ausdruck gebracht, was Tausende Opfer der SED-Diktatur denken: „Dass mit der Wahl eines Ministerpräsidenten der Linken in Thüringen die alten DDR-Kader an die Macht zurückkehren könnten.“ Verantwortlich sei dafür die Linke selbst, die es bis heute nicht zustande gebracht habe, die DDR auf einem Parteitag klipp und klar zu verurteilen.

„Und die keine Scheu hat, die vor 25 Jahren entmachteten Stasi-Mitarbeiter und SED-Funktionären in politische Führungspositionen zu heben.“ Gauck habe mit seinen Worten den Opfern der DDR aus dem Herzen gesprochen.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige