Klöckner will „nationale Spielräume“ in europäischer Agrarpolitik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich zurückhaltend zu den jüngsten Reformvorschlägen von EU-Agrarkommissar Phil Hogan geäußert. Sie seien eine „Diskussionsgrundlage“, es sei aber „Licht und Schatten dabei“, sagte Klöckner bei einer gemeinsamen Veranstaltung der „Zeit“ und der „Agrarzeitung“. Nicht zufrieden sei sie mit der „Ankündigung, dass es zu einer Vereinfachung und Entbürokratisierung“ komme.

„Das sehe ich in den Vorschlägen nicht“, sagte die Ministerin. Trotz einer europäischen Agrarpolitik müsse es „nationale Spielräume“ geben, sagte Klöckner weiter. Gerade in Deutschland gebe es viele Mehrfamilienbetriebe, die von außen wie Großbetriebe wirkten. Hier könne man nicht einfach Unterstützung kappen. „Ich will, dass das Geld bei den Landwirten und nicht bei den Hedgefonds ankommt“, sagte die CDU-Politikerin bei der Veranstaltung in Berlin.

Bauer auf Traktor, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Bauer auf Traktor, über dts Nachrichtenagentur