Klinikfusion Memmingen & Unterallgäu | SPD/FDP-Stadtratsfraktion stellt fest: Weitere offene Fragen nach Treffen

Foto: Klinikum Memmingen

Nach dem Treffen von Vertretern der Stadt Memmingen und des Landkreises Unterallgäu und eines Experten aus dem Bayerischen Gesundheitsministeriums bestehen für die Memminger SPD/FDP-Stadtratsfraktion weiterhin offene Fragen. Die wichtigsten sind dabei Fragen zum medizinischen Konzept. Die Fraktion steht weiterhin einer Fusion offen gegenüber, allerdings ist eine Grundvoraussetzung die Klärung medizinischer Fragen zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Dies sehen wir im Moment allerdings noch in weiter Ferne.

Die Frage einer Fusion, das heißt ein Zusammenschluss zwischen Klinikum Memmingen und Kreiskliniken Mindelheim und Ottobeuren oder andere engere Formen der Zusammenarbeit, wird seit einigen Jahren diskutiert. Es geht um das Wohl der Patienten im Landkreis Unterallgäu, in der Stadt Memmingen und darüber hinaus. Dabei hat das Memminger Klinikum auch aufgrund seiner Versorgungsstufe über das Stadtgebiet hinaus eine besondere Verantwortung. Das Patientenwohl und auch das Wohl der Beschäftigten der Krankenhäuser hat für die SPD/FDP-Fraktion oberste Priorität. Solange kein gemeinsames medizinisches Konzept besteht, kommt für uns eine Fusion nicht in Frage.

Wir stehen hinter dem einstimmigen Stadtratsbeschluss, dass offene Fragen des medizinischen Konzepts und die Beteiligungsverhältnisse vor einer Fusion geklärt sein müssen. Einen Kauf der „Katze im Sack“ wird es mit uns nicht geben. Weiterhin sieht der Beschluss für die Lösung der bestehenden Probleme eine externe Begleitung vor. Auch dies fordern wir nach wie vor. Wir sind verwundert, dass diese Beschlüsse noch nicht umgesetzt wurden.

Im Übrigen unterstützen wir Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder in seiner Ansicht, dass sich die leitenden Ärzte beim medizinischen Konzept keinem, wie auch immer gearteten politischen Willen beugen müssten.

Mit unseren Bemühungen wollen wir erreichen, dass die medizinische Versorgung der Bevölkerung insgesamt verbessert wird und eine Fusion nicht zu Nachteilen der Angestellten und Arbeitnehmer führt.