KKR-Tech-Chef: Europa kann Wagniskapital-Lücke zu den USA schließen

New York – Europa wird beim Thema Wagniskapital nach Ansicht eines der bedeutendsten deutschen Technologie-Investoren in der kommenden Dekade zu den USA aufschließen: „Wir können diese Lücke in zehn oder 15 Jahren schließen – das ist unsere große Chance“, sagte Philipp Freise, globaler Leiter der Wachstumskapital-Sparte für Technologie und Medien des US-Finanzinvestors KKR, dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Zwar habe Europa im Tech-Sektor nur rund ein Fünftel des in den USA vorhandenen Wagniskapitals, und Amerika investiere zudem einen großen Teil des Kapitals in die bedeutendere Wachstumsphase. Doch Freise sieht eine Trendwende dank neuer Geldquellen: „Ich sehe drei Finanzierungsquellen: Die Gründer der ersten und zweiten Welle geben Geld, teils aus eigenen Fonds“, so Freise.

„Die zweite Quelle sind internationale Investoren wie KKR. Die dritte Quelle ist das Crowdsourcing, also neue Formen der Kapitalzuführung, die wir sehen.“ Der US Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & CO. (KKR) ist einer der größten Beteiligungsgesellschaften der Welt und schon seit längerer Zeit auch im Wagniskapitalmarkt aktiv.

Über dts Nachrichtenagentur