Kirchdorf/Oberopfingen – Absturzursache noch unklar

Lkrs. Biberach/Oberopfingen + 20.08.2013 + 13-1484

18-08-2013 unterallgau heimertingen biberach oberopfingen krichdorf flugzeugabsturz tote poeppel new-facts-eu20130819 0111

Am Montag Nachmittag,19.08.2013, gegen nach 16.10 Uhr, ist ein einmotoriges Kleinflugzeug besetzt mit drei Personen in der Nähe von Oberopfingen bei Kirchdorf, Lkrs. Biberach, abgestürzt. Alle drei Flugzeuginsassen kamen dabei ums Leben.

Die Absturzstelle befindet sich im Landkreis Biberach auf Gemarkung Kirchdorf-Oberopfingen bei Schifferhaus. Es handelt sich um ein Waldstück zwischen der BAB A7 und der Iller gelegen, nördlich von der Straße zwischen Oberopfingen und Heimertingen.

Nach wie vor ungeklärt ist die Absturzursache. Nach den bisherigen Ermittlungen startete das Flugzeug gegen 15.20 Uhr in Laupheim, Lkrs. Günzburg, zu einem Einweisungsflug. Dort sollte es später auch wieder landen. Im Flugzeug befanden sich ein 64-jähriger Fluglehrer sowie zwei Männer im Alter von 32 Jahren. Das Flugzeug vom Typ „Lancair“ des Bundeswehr-Luftsportrings Laupheim e.V. war Baujahr 1996. Nach vorläufigen Schätzungen der Polizei dürfte der Sachschaden im sechsstelligen Bereich liegen.

Kurz nach 16 Uhr wurde von Augenzeugen beobachtet, wie das Flugzeug nach einer Flugbewegung nach oben nahezu senkrecht in das dortige Waldstück stürzte. Davor soll es noch zu einem Aufheulen des Motors gekommen sein. Zum Flugverhalten der Maschine vor dem Absturz sucht die Kriminalpolizei Biberach noch weitere Zeugen.

 Das total beschädigte Flugzeug wurde im Laufe der Nacht geborgen und von der Polizei zur Durchführung weiterer Untersuchungen durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sichergestellt. Zur weiteren Klärung der Flugeigenschaften der Flugzeuginsassen hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg inzwischen eine Obduktion bei zwei Unfallopfern angeordnet. Daneben führt die Kriminalpolizei weitere Ermittlungen zum Flugverlauf und zum technischen Zustand des Flugzeugs vor dem Unfall durch.

Bei dem 64-jährigen Fluglehrer aus dem Landkreis Göppingen handelt es sich um einen erfahrenen Piloten. Auch die beiden aus den Landkreisen Landsberg am Lech und Augsburg kommenden Männer waren Inhaber eines Pilotenscheins. Alle drei waren Mitglieder des Laupheimer Flugsportvereins.

Der Flugunfall rief ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehren und Rettungskräften samt Notfallseelsorge auf den Plan. Auch Einsatzkräfte aus Bayern waren beteiligt.

Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern an. Mit einem Ergebnis ist frühestens in den nächsten Tagen zu rechnen.

Zeugen des Flugunfalls werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Biberach unter der Telefon 07351/4470 zu melden.

 

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