Kempten – Raubüberfall -Täter und Opfer in Haft

Kempten/Allgäu | 26.04.2012 | 12-0927

festnahme32Ein kurioses Ende fand ein Raubüberfall in der Nacht zum Sonntag, 22.04.2012, –  sowohl die beiden Opfer als auch die drei Tatverdächtigen wurden festgenommen. Bei den Tätern handelt es sich um drei junge Männer türkischer Herkunft im Alter von 18, 20 und 21 Jahren, wobei zwei Männer in Kempten und einer in München wohnhaft sind. Die drei Räuber hatten erfahren, dass zwei aus Kempten stammende 20 und 21 Jahre alte Männer mehrere Tausend Euro eingenommen hatten. Das Trio fasste den Beschluss diesen Gewinn zu rauben und lockte sie unter einen Vorwand  in eine dunkle Ecke an der Burghalde. Nachdem diese beim vereinbarten Treffpunkt erschienen waren, wurden sie von dem 18-jährigen Täter niedergeschlagen. Im Anschluss wurde auf die am Boden Liegenden noch mit den Füßen eingetreten und diese ihres mitgeführten Geldes von über 500 Euro beraubt. Anschließend flüchtete der Schläger mit seinen beiden Komplizen. Von einem der Geschädigten wurde die Polizeiinspektion Kempten verständigt, die umgehend die Fahndung nach den Tätern aufnahm. Noch in der selben Nacht konnten diese vorläufig festgenommen werden.

Die Überraschung für die Beamten kam bei der Vernehmung der Tatverdächtigen, denn hierbei stellte sich schnell heraus, dass die vermeintlichen Opfer in diesem Fall besser Abstand von der Verständigung der Polizei genommen hätten: Bei dem Vorwand handelte es sich nämlich um ein angebliches Drogengeschäft und der Gewinn stammte ebenfalls aus dem Verkauf von Betäubungsmitteln. Als Folge wurde den beiden bisherigen Opfern ebenfalls die Festnahme erklärt. Zudem konnten noch rund 3.000 Euro Drogengeld und 170 g Marihuana sichergestellt werden. Alle fünf Beteiligte wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten dem Haftrichter vorgeführt, der gegen den 18- und den 21-jährigen Beteiligten des Raubüberfalls Haftbefehl erließ. Der 20-jährige Beteilige am Raubüberfall wurde von der Untersuchungshaft verschont, da keine Fluchtgefahr bestand und auf freien Fuß gesetzt. Die beiden Rauschgiftdealer wurden wegen Handels mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge ebenfalls in Untersuchungshaft geschickt. 

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