Kempten – Kripo kann Rezeptfälscher ermitteln und überführen

RezeptIm Juli 2016 wurden in zwei Apotheken im Kemptener Umland sowie in einer Kaufbeurer Apotheke Kassenrezepte eingelöst. Auf diesen war ein in Kreisen von Drogenkonsumenten beliebtes teures Nervenmedikament verordnet. Die angeblich ausstellenden Ärzte wussten davon allerdings nichts und die angeblichen Patienten gab es gar nicht. Nur die verwendeten Rezeptformulare waren echt, allerdings waren diese zuvor blanko bei einem Arzt im Oberallgäu gestohlen worden.

Die Ermittlungen der Kripo Kempten führten nun zu einem 33-jährigen Oberallgäuer, der der serienmäßigen Urkundenfälschung beschuldigt wird. Dessen Wohn- und Geschäftsräume wurden jetzt durchsucht. Dabei konnten eine kleine Menge Betäubungsmittel sowie ein als Taschenlampe getarntes Elektroschockgerät aufgefunden werden, dessen Besitz verboten ist. Zu den Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz kommt noch eine Anzeige wegen Betruges hinzu, da der Krankenkasse und den Apotheken durch die Rezeptfälschungen ein Schaden von insgesamt mehr als 300 Euro entstanden ist.