Kempten – Feuerwehrtaucher finden bei Übung Bombe in der Iller

Kempten/Allgäu + 03.08.2013 + 13-1386

Einsatzkräfte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnten am Samstag Abend, 03.08.2013, sicher eine 125 kg schwere Fliegerbombe aus der Iller bergen. Für die Bürger in der Stadt bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.

taucher-47Kurz nach Mittag entdeckten Feuerwehrtaucher bei einer Routineübung in der Iller einen verdächtigen Gegenstand, bei dem sich schnell herausstellte, dass es sich um eine Fliegerbombe handelte. Die sofort alarmierten Einsatzkräfte sicherten den Bereich um die Fundstelle in der „Rosenau“ sofort ab und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Kempten bereitete eine großräumige Evakuierung vor.
Mit ersten Unterwasserfotos konnte vom Kampfmittelräumdienst jedoch schnell festgestellt werden, dass der Hauptzünder bereits entfernt war. Deshalb waren bis zum Eintreffen dieser Kräfte keine Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Am späten Nachmittag wurde die direkt am Ufer in einem Meter Tiefe liegende Bombe dann durch einen Spezialtaucher des Spezialkommandos genauer untersucht. Dieser konnte schließlich Entwarnung geben, da auch der zweite Zünder entfernt war und so eine Bergung ohne Gefahren für die Öffentlichkeit möglich war.


Von der Feuerwehr Kempten, wurde zur Bergung ein Kranfahrzeug angefordert, welches die Bombe dann gegen 20.45 Uhr aus der Iller barg. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst kümmert sich nun um die Entsorgung.
Aufgrund der Erfahrungen ist davon auszugehen, dass die Bombe nach dem Krieg im Nahbereich der Iller aufgefunden und entschärft wurde. Die Entsorgung der immer noch mit 70 kg Sprengstoff gefüllten Bombe erfolgte dann wohl in die Iller.
Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz, die Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit ca. 30 Kräften vor Ort.


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