Kempten – Drogenhändler festgenommen – Mehrjährige Haftstrafen drohen

Kokain

Foto: Symbolfoto

Ermittlungen der Kripo Kempten führten zur Festnahme mehrerer Personen aus dem Rauschgiftmilieu. Es erwarten sie vermutlich mehrjährige Haftstrafen.
Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei waren ein 23-jähriger Unterallgäuer und ein 30-jähriger Kemptener am vergangenen Sonntagabend (7. September 2014) auf einer sogenannten Beschaffungsfahrt unterwegs. In Ulm hatten sie sich zuvor mit zwei anderen Drogenhändlern im Alter von 24 und 28 Jahren getroffen, die selbst kurz vorher Betäubungsmittel aus Nordhrein-Westfalen gebracht hatten .

Als der Unterallgäuer und der Kemptener mit Ihrem Pkw um kurz vor Mitternacht (7. auf 8. September 2014) auf der Rückfahrt über die BAB 7 die Anschlussstelle Wolfertschwenden verlassen hatten, wurden die Drogenhändler von hinzugezogenen Spezialkräften angehalten und festgenommen. Die anschließenden Fahrzeug- und Wohnungsdurchsuchungen von insgesamt fünf Objekten führten die Ermittler zum Erfolg. Insgesamt konnten sie rund ein halbes Kilogramm Haschisch, Kokain, Amphetamin und Marihuana auffinden und sicherstellen.

Darüber hinaus konnten die Beamten des Fachkommissariats einen weiteren Erfolg verbuchen: ihre Ermittlungen führten sie zu einem, seit Monaten flüchtigen und untergetauchten Drogenhändler, gegen den ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Kempten bestand. Der 24-Jährige, der noch eine mehrjährige Haftstrafe aufgrund einer früheren Verurteilung wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu verbüßen hat, wurde im Rahmen der Polizeiaktion von den bereits vor Ort befindlichen Spezialkräften in der Wohnung seiner Kemptener Freundin festgenommen. Er wurde sofort zurück in die Haftanstalt gebracht.

Ebenso in einer Haftanstalt befinden sich der Kemptener und Unterallgäuer, da sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt wurden, der daraufhin einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Die beiden erwartet nun vermutlich eine Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe, zumal gegen beide offene Strafverfahren wegen früherer Betäubungsmittelverstößen anhängig waren.

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