Kellmünz/Dettingen – 17-Jähriger alkoholisiert in Baugrube gestürzt und unterkühlt

Lkrs. Biberach/Lkrs. Neu-Ulm + 27.11.2013 + 13-2145

Notarzt dunkelMittwoch Nacht, 27.11.2013, meldete die Mutter eines 17-jährigen Schülers aus dem Landkreis Biberach gegen 2 Uhr ihren Sohn beim Polizeirevier Ochsenhausen als vermisst. Dank großem Kräfteaufgebot konnte der Verunglückte gerettet werden.

Der Schüler soll den Abend im Bereich Dettingen a.d. Iller mit Freunden verbracht haben. Es bestand die Gefahr, dass der Jugendliche sich alkoholisiert auf den Heimweg machte und orientierungslos umherirren würde. Die Mutter hatte ihn zuvor schon etwa zwei Stunden selbst gesucht.
Seitens der württembergischen Polizei waren mehrere Beamte aus Dienststellen der Polizeidirektion Biberach, ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und die Freiwilligen Feuerwehren Erolzheim und Dettingen mit 50 Mann im Einsatz.


Gegen 3 Uhr wurden zusätzlich Beamte der Polizeiinspektion Illertissen in die Fahndung eingebunden. Diese machten auf der Illerbrücke zwischen dem Dettinger Ortsteil Kleinkellmünz und dem Markt Kellmünz Fußspuren im Schnee ausfindig. Sie führten die Beamten etwa 1,5 Kilometer quer durch Kellmünz zu einem Baugebiet im Bereich Kohlstatt/ Mariengrotte im östlichen Teil der Marktgemeinde.
Dort fanden die Beamten aus Illertissen den Schüler gegen kurz nach 4 Uhr schlafend in einer Baugrube. Offensichtlich war der alkoholisierte 17-Jährige in diese gestürzt, hineingefallen und liegen geblieben. Er war genau entgegengesetzt zu seinem Heimweg in die falsche Richtung gelaufen, nachdem er den Abend in einer Jugendbude im Bereich Dettingen-Kleinkellmünz verbracht hatte.
Der eingesetzte Notarzt stellte neben einer erheblichen Unterkühlung des Aufgefundenen fest, dass bei knapp minus zehn Grad Außentemperatur akute Lebensgefahr durch Erfrieren bestand und brachte ihn mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus.

 

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