Kellmünz – Zug entgleist nach Unfall – Beginn der Bergungsmaßnahmen

Lkrs. Neu-Ulm/Kellmünz + 17.07.2013 + 13-1287

17-07-2013 neu-ulm kellmuenz zugungluck bergung waggon-2 poeppel-groll new-facts-eu20130717 titel

Im Zusammenhang mit dem Zugunfall am Mittwoch Vormittag, 17.07.2013, beginnen die Vorbereitungen für die Bergungsmaßnahmen.

Der auf dem Gleisbett befindliche Triebwagen wird im Laufe des nachmittags /abends mit einem Kran wieder auf die Gleise gesetzt und anschließend mit einem Bergezug der Deutschen Bahn abgeschleppt.
Aufwendiger gestaltet sich die Bergung des Teils der Regionalbahn, welche entgleist und in einem Vorgarten zum Liegen kam. Der ursprünglich angedachte Einsatz des Spezialkrans aus Warnemünde ist aus technischen Gründen nicht möglich. Im Laufe des abends wird das Eintreffen zweier Schwerlastkräne an der Unfallstelle erwartet. Nach Aufbau der 400 bzw. 500 Tonnen tragfähigen Gefährte beginnt voraussichtlich Morgen früh die Hebung des verunglückten Zugteils. Dessen Verladung auf einen Tieflader soll bis Mittag abgeschlossen sein.
Die Bahnstrecke wird, wie berichtet, auf nicht absehbare Zeit gesperrt bleiben. Die Deutsche Bahn hat einen Schienersatzverkehr eingerichtet. Nach derzeitigen Schätzungen beläuft sich die Schadenshöhe auf mehr als 3,5 Mio. Euro.
Bei diesem Unglück waren insgesamt 14 Rettungs-, sechs Notarzt- und zehn Krankentransportwagen sowie zwei Rettungshubschrauber im Einsatz die durch drei Schnelleinsatzgruppen für Versorgung, Betreuung und Transport sowie die Kriseninterventionsteams aus den Landkreisen Neu-Ulm und Unterallgäu unterstützt wurden. Neben Seelsorgern waren etwa 60 Feuerwehrkräfte aus Kellmünz, Weiler, Illertissen, Senden, Babenhausen und Altenstadt sowie vier Fahrzeuge des Technischen Hilfswerk am Einsatzort. Die Polizeiinspektion Illertissen wurde neben hinzugezogenen Streifenbesatzungen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auch durch zwei Einsatzzüge der Bereitschaftspolizei Königsbrunn, der Bundespolizei, Polizeikräften aus Baden-Württemberg und zwei Hubschraubern unterstützt.


Foto: Pöppel/Groll

 

Anzeige