Kaufbeuren – Zimmerbrand auf der Akutstation im Bezirkskrankenhaus

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Foto: Groll

Der Zimmerbrand am Mittwoch Vormittag, 27.08.2014, im Bezirkskrankenhaus (BKH) Kaufbeuren hat zu einem der größten Einsätze der vergangenen Jahrzehnte in der Klinik geführt.

Nachdem die Brandmeldeanlage (BMA) einer Station im sogenannten G-Gebäude des BKH gegen 10.10 Uhr ausgelöst hatten, rückten insgesamt etwa 120 Einsatzkräfte an: 55 von der Feuerwehr, 44 vom Rettungsdienst, Notärzte sowie Kräfte der Polizei. „Das Zusammenspiel hat reibungslos geklappt. Die Patienten wurden gut und schnell aus der Gefahrenzone gebracht – sicher auch das Ergebnis des Trainings der Mitarbeiter, die regelmäßig Brandschutzübungen abhalten“, stellt der Ärztliche Direktor
Dr. Albert Putzhammer fest.

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Einsatzkräfte belüften das Treppenhaus

Der Brand brach im zweiten Stock des G-Gebäudes aus. Dort befinden sich allgemein-psychiatrische Akutstationen. Vor allem aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten fünf Stationen, die sich unter anderem im darüber liegenden dritten und vierten Stockwerk befinden, geräumt werden. Das Erdgeschoss war nicht betroffen. Patienten und Personal wurden ins Personalcasino gebracht, wo insgesamt 107 Personen bezüglich einer möglichen Rauchgasvergiftung untersucht wurden. Eine Patientin musste zur Beobachtung ins benachbarte Klinikum verlegt werden. Fünf Personen wurden vor Ort ambulant versorgt. „Gott sei Dank ist alles relativ glimpflich abgelaufen“, sagt Putzhammer. Im Personalcasino wurde dann auch das Mittagessen ausgegeben.

Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Sie belüftete die betroffenen Bereiche. Das Feuer beschränkte sich auf das Zimmer, in dem es offensichtlich zu der Brandstiftung gekommen war. Ein größeres Problem stellte die Rauchentwicklung dar. Sie führt dazu, dass die betroffene Station AP02 voraussichtlich noch mehrere Tage geschlossen bleibt. Die etwa 20 Patienten können hausintern untergebracht werden.

Vier der fünf Stationen können wieder belegt werden. Seit 15 Uhr ist die Klinik dabei, die restlichen 80 Patienten auf ihre Zimmer zurückzubringen.

Vorstandsvorsitzender Thomas Düll und sein Stellvertreter Winfried Eberhardinger danken allen Rettungskräften und Mitarbeitern für ihr schnelles, professionelles Eingreifen. Die Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen verliefen gemäß Notfallplan ruhig und geordnet. Die Abschlussbesprechung am Nachmittag ergab, dass das Zusammenspiel aller Helfer optimal gelaufen sei, berichtet Ärztlicher Direktor Putzhammer.

Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere 10.000 Euro.

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