Kaufbeuren – Einbruchserie im südschwäbischen Raum geklärt

Lkrs. Ostallgäu/Kaufbeuren | 28.05.2012 | 12-1152

einbrecherEin umfangreiches Geständnis gegenüber den Ermittlern der Kaufbeurer Kriminalpolizei legte einer der beiden Einbrecher ab, welche am 27. Dezember 2011 nach einem Einbruch in Kaufbeuren beim Verlassen des Gebäudes auf frischer Tat festgenommen wurden. Gegen den 22-jährigen Beschuldigten und seinen Mittäter erging seinerzeit Haftbefehl. Er befindet sich derzeit in Strafhaft in einer Justizvollzugsanstalt in Bayern und hatte sich dazu entschieden, für die letzten beiden Jahre vor der Polizei eine Art Lebensbeichte abzulegen. Zu den bisherigen zehn Einbruchdiebstählen, die den beiden Beschuldigten zur Last gelegt werden, kommen durch dieses Geständnis insgesamt 66 neue Straftaten dazu. Dabei handelt es sich überwiegend um Einbruchdiebstähle in der Zeit vom August 2010 bis zum Zeitpunkt der Festnahme im Dezember 2011.

Die Tatorte erstrecken sich von Füssen über Weitnau und Kempten bis weiter nach Ottobeuren und Thannhausen, wobei der Schwerpunkt der Taten eindeutig im Bereich von Kaufbeuren und Umgebung lag. Bei den angegriffenen Tatobjekten handelt es sich um einige Kindergärten, soziale Einrichtungen, Kioske und Gaststätten. Aber auch eine Reihe von Gemeindeverwaltungen, Vereinsheimen und Autowerkstätten wurden angegangen. Neben den Einbrüchen werden den Beiden noch Pkw-, Kennzeichen- und Fahrraddiebstähle sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Die Täter hatten nur Interesse an Bargeld und so beläuft sich der Entwendungsschaden auf etwa 27.000 Euro. Der entstandene Sachschaden ist deutlich höher ausgefallen und dürfte etwa das Doppelte betragen. Dem 27-jährigen Mittäter wurde nach dem Geständnis die Gelegenheit gegeben, sich nochmals zu den Vorwürfen zu äußern. Er machte auch bei dieser Vernehmung von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

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