Kat­rin Gö­ring-Eckardt lehnt bewaffnete Drohnen ab

Drohne des Typs MQ-1 Predator, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Drohne des Typs MQ-1 Predator, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Vor der De­bat­te im Deut­schen Bun­des­tag über die An­schaf­fung von Droh­nen für die Bun­des­wehr hat die grüne Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Kat­rin Gö­ring-Eckardt für ihre Frak­ti­on Kampf­droh­nen strikt ab­ge­lehnt. „Wir Grüne sagen, dass Auf­klä­rungs­droh­nen Sinn ma­chen. Be­waff­ne­te Droh­nen leh­nen wir aus ethi­schen Grün­den ab“, sagte Gö­ring-Eckardt der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de ver­wies dar­auf, dass Droh­nen eine stär­ke­re Au­to­ma­ti­sie­rung der Ent­schei­dung von Leben und Tod be­deu­ten wür­den. Nicht der Mensch al­lei­ne tref­fe die Ent­schei­dun­gen. „Das ist ethisch wie völ­ker­recht­lich hoch­pro­ble­ma­tisch. Wir soll­ten für die Bun­des­wehr keine be­waff­ne­ten Kampf­droh­nen an­schaf­fen.“ Die Grü­nen-Po­li­ti­ke­rin ap­pel­lier­te: „Droh­nen dür­fen nicht die Schwel­le für Mi­li­tär­ein­sät­ze sen­ken. Ein Mensch, der in Stutt­gart am Bild­schirm sitzt und einen Be­schuss aus­löst, schätzt doch die Si­tua­ti­on in einem Dorf, das Tau­sen­de Ki­lo­me­ter weit weg ist, mit Si­cher­heit an­ders ein, als je­mand, der vor Ort die Lage kennt.“

Über dts Nachrichtenagentur

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