Katastrophenschutzübung ALPINE 16 – Explosion von Wohnhaus, mehrere Personen verschüttet

07-05-2016_Alpine-2016_THW_Katastrophenschutzuebung_Sonthofen_Allgaeu_Tirol_Steiermark_Technisches-Hilfswerk_0063

Foto: THW/Alpine 16

 
THW Experten aus ganz Bayern, Experten des Weißen Kreuz Südtirol /Italien und des Arbeitersamariterbund Österreich üben den Ernstfall im Allgäu.
Es ist keine gewöhnliche Übung. Viele Wochen bedurfte es an Vorbereitungen, um die Anforderungen an die Einsatzkräfte so reell wie möglich zu gestalten. Im angenommenen Szenario, bittet das Land Tukastan nach verheerenden Schäden eines Tornados, die EU um Hilfe. Diesem Hilfeersuchen folgen Einheiten des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Bayern, des Weißen Kreuzes aus Südtirol / Italien und des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreich (ASBÖ).
Für die 48 ehrenamtlichen THW-Experten, die bayernweit aus 22 Ortsverbänden kommen, begann die Übung mit der Anreise zu Übung. Dies hat den Zweck, das die Helfer darauf vorbereiten zu können, das es Länder gibt welche immer noch sehr komplizierte Einreiseformalitäten haben. Auf dem Weg ins Allgäu mussten sich alle eintreffenden Einheiten simulierten Grenzkontrollen aussetzen. Beamte der Bundespolizei und des Zolls mimten Soldaten des fiktiven Landes Tukastan, welche durch langwierige und akribische Grenzkontrollen die Geduld der Helfer forderten. Treffpunkt für alle Einsatzeinheiten war das Marktangergelände in Sonthofen, auf welchem die Helfer zuerst ein Zelt.Camp erreichten mussten, dass Ihnen für die kommenden Tage als Unterkunft dienen solte. Dieses Zeltlager kann komplett autark betrieben werden um so ein unabhängiges Handeln der Einsatzkräfte gewährleisten zu können. Die Verpflegung wurde vom Weißen Kreuz
Italien übernommen, welches eigens mit einem „Verpflegungszug“ angereist war.
Eventuelle Ruhezeiten welche die Helfer in dieser Zeltstadt verbringen konnten waren allerdings nicht gegeben. Bereits kurz nach dem Eintreffen der Helfer wurden erste Übungseinsätze eingespielt. Autounfälle, Brände, Vermisstensuche, Verschütungen durch Erdrutsche oder Explosionen. Die Art der Einsatzszenarien war fast unbegrenzt und forderte die Helfer aller Organsatzionen auf der gesamten Bandbreite Ihrer Fähigkeiten, wie ihrer physischen und psychischen Verfassung. Um den Helfern zu verdeutlichen was für Anstrengungen sie im Einsatz standhalten müssen, wurden alle Szenarien so real getreu wie nur möglich dargestellt und somit z.B. auch Nachts eingespielt.
Bis zum heutigen Samstag waren die Helfer somit bereits voll gefordert. Doch die Einsatzkräfte musste noch einmal all Ihr Expertenwissen bündeln, den Samstag war der Tag der Übung, welcher noch einmal den vollen Einsatz aller Beteiligten forderte.
Um 8:00 Uhr Morgens wurden die ersten Einsätze eingespielt, welche sich von Lappalien in eine Großschadenslage ausweiteten. Um auch hier wieder ein so realgetreues Szenario wie möglich bieten zu können, durfte das THW das Übungsgelände der „Jäger Kaserne“ nutzen. Auch hier wurde das arbeiten mit schwerem Gerät, das Retten von Verletzten wie die Erstversorgung von Verletzten durch Rohrbrüchen, Verschüttungen und Explosionen begleitet. Für die Übungsleitung besonders schön zusehen war, dass die Einsatzkräfte am dritten Tag der Übung reibungslos „Schulter an Schulter“ zusammen Arbeiteten und sich perfekt ergänzten. So war es fast selbstverständlich, dass Helfer des THW mittels eines sogenannten Leiterhebels einen Zugang für Sanitäter aus Österreich zu verletzten Personen in einem Trümmerfeld ermöglichten. Und zum
anderen mit Hilfe einer sogenannten „Schrägen Ebene“ Verletzte Personen retteten um diese den italienischen Rettern des Weißen Kreuzes zu übergaben.
Besucher der Übung wie Landrat Anton Klotz, die Landtagsabgeordneten Eric Beißwenger, Eberhard Rotter und Lepod Herz, aber auch der THW Landesbeauftrage Dr. Fritz Helge Voß machten sich persönlich ein Bild von der Übung. Sie waren allesamt beeindruckt was die Einheiten hier im Allgäu geleistet haben. Besonders Landrat Klotz zeigte sich sehr begeistert da er selbst einmal im THW tätig war. Er sagte „Die Begeisterung das THW in Aktion zu sehen ist für mich kaum zu beschrieben. Wenn man hier einmal dabei war verliert man den Bezug zum THW nieweider“

 

Foto: THW/Alpine 16

Herzlichen Dank an die Fotografen für die super Belieferung mit den kostenlosen Bildern.