Katastrophenschutz-Übung: Ostallgäu und Reutte trainieren für Ernstfall

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Foto: Bringezu

Der Wochenendverkehr ist in vollem Gange. Da passiert es: Nach einem Verkehrsunfall im Grenztunnel Füssen geraten mehrere Fahrzeuge in Brand. 90 Menschen sind verletzt und müssen geborgen werden. Zwei Stunden später der nächste Notruf: Am Forggensee brennt die MS Allgäu. Das Schiff ist manövrierunfähig und driftet 400 Meter vom Ufer entfernt. An Bord: 80 Passagiere. Das waren die beiden Übungsszenarien der heutigen grenzüberschreitenden Katastrophenschutzübung der Bezirkshauptmannschaft Reutte und des Landratsamts Ostallgäu.

Ziel der gemeinsamen Übung war es, die Evakuierungsmaßnahmen, die Rettung und Versorgung von Menschen sowie das Zusammenspiel der Einsatzleitungen und Organisationen zu perfektionieren. „Die Übung heute hat gezeigt, dass wir auf beiden Seiten des Grenztunnels schlagkräftige und bestens ausgebildete Einsatzkräfte haben. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt“, zieht die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker zufrieden Bilanz.

An der grenzüberschreitenden Katastrophenschutzübung beteiligten sich neben dem Landratsamt Ostallgäu und der Bezirkshauptmannschaft Reutte die Blaulichtorganisationen dies- und jenseits der Grenze. Mehr als 800 Personen, darunter 280 aus Tirol, waren im Einsatz. „Wir haben für die Zukunft wertvolle Erfahrungen gesammelt und können mit Stolz behaupten, dass wir aufgrund der großen menschlichen und fachlichen Kompetenz der Einsatzleitungen und Einsatzkräfte im Katastrophenfall effizient und schnell reagieren können“, dankt Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement.

 

Wichtige Übung zum Schutz der Bevölkerung

Aufgrund der Katastrophenschutzübung kam es am Samstag sowohl auf den bayerischen als auch auf den Tiroler Straßen zu Verkehrsbehinderungen. „Den Ernstfall unter einsatznahen Voraussetzungen zu üben ist notwendig und äußerst wichtig. Nur so können wir bei einem tatsächlichen Großunfall oder Schadensereignis gezielt handeln und helfen“, hoffen Rumpf und Landrätin Zinnecker auf das Verständnis der Bevölkerung.

 

 

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