Katars Außenminister bestreitet Finanzierung von IS-Terroristen

Doha – Das Emirat Katar hat sich von Terrorakten der Gruppierung „Islamischer Staat“ (IS) distanziert und bestritten, die radikal-islamistische Gruppierung zu finanzieren: „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass Katar keinerlei extremistische Gruppen in irgendeiner Weise unterstützt,“ sagte Außenminister Khalid Bin Mohammed Al Attika in einem Interview mit der „Bild-Zeitung“ (Samstag). Für angebliche staatliche Finanzhilfen für den IS aus Katar gebe es „keine Beweise“. Sein Land habe „keine Verbindungen zu Extremisten“.

Auch für private Spenden von reichen Staatsbürgern an IS-Terroristen gebe es in Katar „sehr strenge Gesetze, die solche Geldflüsse regeln und wir überwachen das. Wir arbeiten eng mit internationalen Organisationen und Sicherheitsbehörden zusammen, um diejenigen zu verfolgen, die gegen diese Gesetzte verstoßen.“ Al Attiyah distanzierte sich in Namen seiner Landsleute von den Gewalttaten der IS-Extremisten. „Die Menschen in Katar glauben weder an die Ideologie von IS, noch unterstützen sie deren Taten. Unsere Bürger ertragen es nicht mitanzusehen, wie jemand einen anderen Menschen enthauptet. Das ist nicht der Islam, an den wir glauben oder den wir repräsentieren“, sagte er der „Bild“. Katar unterstütze dagegen die Opposition in Syrien im Kampf für Demokratie, erklärte Al Attika weiter. Syriens Staatspräsident Assad habe IS als Argument benutzt, um die Proteste in eigenen Land zu unterdrücken: „Es begann alles mit der Propaganda des Regimes, man würde Terrorismus bekämpfen, um das brutale Vorgehen gegen die Protestbewegung zu rechtfertigen. Es ist doch schon seltsam, dass dieses Regime keine einzige Schlacht gegen IS geführt hat.“ Der Minister betonte außerdem, Katar wolle weiter an einem guten Verhältnis zu Deutschland arbeiten: „Wir sind der größte arabische Investor in Deutschland mit rund 18 Milliarden Dollar. Wir investieren, weil wir an Deutschland glauben. Wir haben Freude an unserer Beziehung zu Deutschland, und wir wollen sie noch weiter vertiefen.“

Über dts Nachrichtenagentur

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