Kartellamtschef Mundt verteidigt Transparenzstelle für Kraftstoffe

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Foto: Zapfsäule, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt hat die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe gegen Kritik verteidigt. „Dieses Instrument ist nicht zu einem bürokratischen Monster geworden“, sagte Mundt dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Gerade kleine und mittlere Tankstellen, die häufig günstiger seien, könnten von einer größeren Vergleichbarkeit der Preise profitieren.

Mundt sieht im deutschen Tankstellenmarkt ein „Oligopol und einen schwach ausgeprägten Wettbewerb“. Er sagte dem Magazin: „Da, wo es freie Tankstellen oder günstige Supermarkttankstellen gibt, sind die Preise insgesamt niedriger. Das ist ein Effekt, der sich nun verstärken könnte.“ Deutschland habe eine sehr günstige Lage, was den Transport und die Anbindung an Raffinerien betreffe. Das seien gute Bedingungen für einen niedrigen Spritpreis. Die Betreiber von Tankstellen sind seit dem 1. Dezember verpflichtet, ihre Preise mit einer Verzögerung von maximal fünf Minuten an die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts zu melden. Diese Daten sind über mehrere Verbraucher-Informationsdienste öffentlich zugänglich. Zuletzt hatte es Kritik am bürokratischen Aufwand und Zweifel am Nutzen der Markttransparenzstelle gegeben.

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