Junge Abgeordnete wollen SPD-Politik erneuern

SPD-Parteizentrale, über dts Nachrichtenagentur
Foto: SPD-Parteizentrale, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Eine Gruppe junger Bundestagsabgeordneter will die Politik der SPD erneuern. „Wir sind jung, sprechen moderne Themen an, und wir wollen mitreden“, sagte der niedersächsische SPD-Parlamentarier Lars Klingbeil dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Gesunde Ernährung, Verbraucherschutz und Work-Life-Balance sind Themen, die für unsere Generation immer wichtiger werden“, fügte Klingbeil hinzu.

Insgesamt 14 Parlamentarier gehören der Gruppe an, außer Klingbeil sind sie alle Neulinge im Parlament. „Uns geht es um ehrliche und konstruktive Debattenbeiträge“, sagte der Abgeordnete Florian Post aus Bayern dem „Focus“. „Falls nötig, werden wir uns aber auch eine eigene Meinung leisten.“ Das haben sie laut „Focus“ bereits mehrmals getan: Zuletzt veröffentlichten sie ein Papier zur Pkw-Maut, in dem sie Änderungen am Gesetzentwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderten. Innerhalb der SPD-Fraktion sorge die Initiative für Unruhe. Die insgesamt 193 Abgeordneten unterteilen sich schon heute in drei Gruppen: die konservativen Seeheimer, die progressiven Netzwerker und die Parlamentarische Linke. Eine vierte Strömung würde Fraktionschef Thomas Oppermann und Parteichef Sigmar Gabriel das Leben zusätzlich erschweren, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter. In dieser Frage geben die jungen Abgeordneten erst einmal Entwarnung: Eine feste Struktur wollen sie vorerst nicht etablieren. „Flügelübergreifend und undogmatisch“ wolle der Kreis diskutieren, verspricht Post.

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