Journalisten-Verband attackiert türkischen Premier wegen Haltung zu Mohammed-Karikaturen

Türkische Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Türkische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Michael Konken, hat die Haltung des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu zur Pressefreiheit in Bezug auf den Abdruck von Mohammed-Karikaturen scharf kritisiert. Die Presse- und Meinungsfreiheit sei ein „universelles Grundrecht“, das in allen Ländern der Erde gelten müsse. „Auch wenn gläubige Moslems ein Problem mit der Darstellung ihres Propheten in Karikaturen haben, gibt das keiner Regierung das Recht, die Pressefreiheit einzuschränken“, sagte Konken dem „Handelsblatt“ (Online-Ausgabe).

„Das gilt auch für die Türkei.“ Nach der Veröffentlichung des „Charlie Hebdo“-Titelbilds in der Türkei hatte Davutoglu den Abdruck von Mohammed-Karikaturen verurteilt und erklärt: „Pressefreiheit bedeutet nicht die Freiheit zur Beleidigung.“ Insbesondere wenn es den Propheten betreffe, könne man das nicht als Pressefreiheit betrachten. „In diesem Land erlauben wir keine Beleidigung des heiligen Propheten. Das ist eine sehr klare und grundsätzliche Haltung.“

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