Jettingen – Klopfgeräusche aus verplombten Lkw

Lkrs. Günzburg/Jettingen-Scheppach | 29.03.2012 | 12-0706

polizeiauto-55Donnerstag, 29.03.2012, in den Nachmittagsstunden, stellte ein serbischer Sattelzug-Fahrer, nachdem er seinen Lkw auf dem Euro-Rastplatz in Jettingen-Scheppach abgestellt hatte, verdächtige Geräusche auf der Ladefläche fest. Dies kam dem Mann, der eigentlich nur Fahrzeugteile von Serbien nach Frankreich beförderte, merkwürdig vor und er verständigte die Polizei in Burgau. Nach Eintreffen der Beamten ließen sich wiederum deutliche Klopfgeräusche und diesmal auch Hilferufe vernehmen. In Zusammenarbeit mit Zivilfahndern der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Neu-Ulm wurde nach telefonischer Rücksprache mit dem Hauptzollamt in Kempten/Allgäu die augenscheinlich unbeschädigte Plombe an der Ladefläche geöffnet. Unter der Plane kamen ein afghanischer und ein iranischer Staatsangehöriger, im Alter von jeweils 16 Jahren, zum Vorschein.

Wie sie später angaben, wollten die beiden Jugendlichen auf diese Art und Weise nach Frankreich gelangen. Dort würden sich bereits mehrere Familienangehörige im Asylverfahren befinden. Für den Transport hatten die beiden Jungs angeblich hohe Geldbeträge an eine türkische und eine pakistanische Schleuserbande bezahlt. Nach bisherigen Ermittlungen dürfte die Plombe von Mitgliedern dieser Bande fachmännisch geöffnet und wieder verschlossen worden sein. Die beiden Jugendlichen erwartet nun formell eine Anzeige nach dem Aufenthaltsgestattungsgesetz. Sie wurden außerdem an eine Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in München überstellt.

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