Italien: Zusammenstöße bei Demonstrationen gegen Arbeitsmarktreformen

Rom – Bei Protesten gegen die Arbeitsmarktreformen von Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi ist es am Freitag in mehreren italienischen Städten zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Dabei wurden in Mailand und Turin mindestens 13 Polizisten verletzt, zahlreiche Demonstranten wurden festgenommen, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Demonstranten hätten Absperrungen überwunden, die Polizei habe Tränengas eingesetzt.

An den Protesten beteiligten sich nach Angaben der beiden größten Gewerkschaftsbündnisse Cgil und Uil mehrere Hunderttausend Menschen in über 50 Städten. Cgil und Uil hatten für den Freitag zu einem Generalstreik aufgerufen. Betroffen war vor allem der Nahverkehr, der in Rom zum Teil zum Erliegen kam. Aber auch Bahn- und Flugverbindungen wurden bestreikt, es kam zu zahlreichen Ausfällen. Auch Verwaltungen, Schulen und Krankenhäuser waren von dem Streik betroffen. Renzi will mit seiner Arbeitsmarktreform für Wachstum im Land sorgen. Die in der vergangenen Woche vom Parlament verabschiedete Reform sieht unter anderem eine Lockerung des Kündigungsschutzes vor.

Über dts Nachrichtenagentur