Israels Außenminister will Siedlungsbau trotz Kritik fortsetzen

Tempelberg mit Felsendom in Jerusalem, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Tempelberg mit Felsendom in Jerusalem, über dts Nachrichtenagentur

Jerusalem – Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman will den Siedlungsausbau im besetzten Teil von Jerusalem trotz internationaler Kritik fortsetzen. „Wir werden keinerlei Begrenzung unserer Bautätigkeit in den jüdischen Stadtvierteln von Jerusalem akzeptieren“, sagte Lieberman bei einem Treffen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Internationaler Druck auf Israel in dieser Frage sei „kontraproduktiv“.

Mit Blick auf das am Montag anstehende Treffen der EU-Außenminister betonte Lieberman, es wäre „ein großer Fehler, wenn man die bilateralen Beziehungen mit der EU mit jenen zwischen Israel und den Palästinensern verknüpft“. Steinmeier rief seinerseits dazu auf, alles zu unterlassen, was einer Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen im israelisch-palästinensischen Konflikt entgegenstehe. Der israelische Siedlungsbau gilt als einer der Kernpunkte des Konflikts.

Über dts Nachrichtenagentur

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