Israel dementiert Entführung eines Soldaten durch Hamas

Gaza/New York – Israels Regierung hat die Entführung eines israelischen Soldaten im Gazastreifen dementiert. „Diese Meldung ist nicht wahr. Es gibt keinen entführten israelischen Soldaten“, sagte Israels UN-Botschafter Ron Prosor am Rande der Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (UN).

Die militant-islamische Hamas hatte am späten Sonntagabend behauptet, einen israelischen Soldaten in ihre Gewalt gebracht zu haben. Als Beweis für die angebliche Entführung präsentierte ein Sprecher der Kassam-Brigaden, der militante Arm der Hamas, Ausweise und Dokumente, die der Soldat bei sich gehabt haben soll. Der UN-Sicherheitsrat, der in der Nacht auf Montag wegen der Gewalteskalation im Gazastreifen zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen war, forderte unterdessen ein Ende der Kämpfe. Das Gremium zeigte sich sehr besorgt: Insbesondere die wachsende Zahl von Opfern sei beunruhigend, hieß es in einer Erklärung. „Wir sind sehr besorgt um die Zivilisten im Kampfgebiet“, sagte Ruandas UN-Botschafter Eugene-Richard Gasana, in diesem Monat Präsident des Rates. „Wir rufen alle Seiten auf, alles Notwendige zum Schutz der Zivilisten zu tun und das internationale Völkerrecht zu achten.“ Seit Beginn der israelischen Militäroperation sind nach palästinensischen Angaben mindestens 501 Palästinenser getötet und über 3.100 weitere verletzt worden. Auf Seiten Israels wurden bislang mindestens 18 Soldaten sowie zwei Zivilisten getötet.

Über dts Nachrichtenagentur

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