Iris Berben: Deutsche Kinofilme sind vor allem Fernsehspiele

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – TV-Star Iris Berben (65), seit sechs Jahren Präsidentin der Deutschen Filmakademie, hat Kritik am Einfluss der öffentlich-rechtlichen Sender auf die Filmwirtschaft geübt. in einem Interview mit „Bild am Sonntag“ (E-Tag 22. Mai) sagte Iris Berben: „Wir schaffen es so gut wie gar nicht mehr, Kinofilme ohne das Geld der öffentlich-rechtlichen Sender zu produzieren. Dadurch entsteht Einfluss, der manchmal hindert oder auch verändert. Wenn man sich den Großteil der Filme anschaut, die in Deutschland fürs Kino gedreht werden, sind das vor allem ein paar hervorragend gemachte Fernsehspiele. Aber wir brauchen wirklich große Kinobilder, große Entwürfe, dafür ist die Leinwand da.“

Die Deutsche Filmakademie verleiht am 27. Mai in Berlin den Deutschen Filmpreis; als beste Filme sind u.a. „4 Könige“, „Der Staat gegen Fritz Bauer“, „Herbert“ und „Er ist wieder da“ nominiert.

Iris Berben, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Iris Berben, über dts Nachrichtenagentur