Iran gegen weitere Verlängerung der Atomgespräche

Schwerwasserreaktor im iranischen Arak, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Schwerwasserreaktor im iranischen Arak, über dts Nachrichtenagentur

München – Der Iran lehnt eine weitere Verlängerung der Atomgespräche über die vereinbarte Frist vom 20. Juni hinaus ab. Sollte keine Vereinbarung zustande kommen, wäre dies nicht das Ende der Welt, sagte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Sonntag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. In diesem Fall müsste nach anderen Möglichkeiten gesucht werden.

Allerdings sieht er Fortschritte bei den bisherigen Verhandlungen. „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem es möglich ist, eine Einigung zu erzielen.“ Zugleich forderte Sarif den Westen auf, Sanktionen gegen sein Land aufzuheben. Diese hätten die Verhandlungen nicht vorangebracht. Die Gespräche über das iranische Atomprogramm waren zuletzt im November verlängert worden. Das angestrebte Abkommen sieht eine friedliche Nutzung der Nukleartechnologie im Iran vor, die Entwicklung von Atomwaffen in dem Land soll jedoch verhindert werden.

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