Irak: CDU-Politiker schließt Bundeswehreinsatz nicht grundsätzlich aus

Berlin – Die Forderung des Grünen-Außenexperten Omid Nouripour nach einem Bundeswehreinsatz im Nordirak wird in der Union nicht grundsätzlich ausgeschlossen: Der CDU-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann sprach von einem bemerkenswerten Vorstoß. „Dies wird allerdings nicht machbar sein, weil der Luftwaffe zur Zeit die logistischen Möglichkeiten dazu fehlen“, sagte der Bundestagsabgeordnete „Handelsblatt-Online“. „Wir müssen aber den Kurden aus humanitären Gründen die Waffen zur Verfügung stellen, die sie zur Verhinderung des Massenmordes durch die IS-Terroristen benötigen“, sagte Wellmann weiter.

Die Kurden seien die einzige Ordnungsmacht, die gemäßigt-westlich orientiert ist. „Sie allein können den Vormarsch der Terroristen stoppen“, so Wellmann. „Wir müssen sie mit den notwendigen Waffen ausstatten, anstatt gleich einen Bundeswehreinsatz zu verlangen.“ Der Grünen-Politiker Nouripour hatte mit Blick auf einen Einsatz der deutschen Luftwaffe im Irak in einem Interview gesagt: „Wir können nicht immer alle unangenehmen Aufgaben komplett den USA überlassen. Immer von deutscher Verantwortung in der Welt zu sprechen und dann sich in die Büsche zu schlagen, wenn es ungemütlich wird, das geht nicht.“ Gerade wenn dem Einsatz der internationalen Gemeinschaft im Irak eine größere Glaubwürdigkeit verschafft werden solle, „müssen wir auch eine deutsche Beteiligung prüfen“.

Über dts Nachrichtenagentur

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