Institut für Tropenmedizin: Kaum Gefahr durch exotische Stechmücken

Hamburg – Unter den etwa 50 Mückenarten, die in Deutschland leben, sind in jüngster Zeit mit der Tigermücke und dem japanischen Buschmoskito zwei Exoten aufgetaucht, die theoretisch gefährliche Viruskrankheiten übertragen. „Die Wahrscheinlichkeit dafür ist in Deutschland aber nicht sehr hoch“, beruhigt Professor Egbert Tannich vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg, im Patientenmagazin „HausArzt“. In den vergangenen Jahren sei es allerdings in Südeuropa bereits zu einigen Fällen von Denguefieber und in Italien zum Ausbruch des Chikungunya-Fiebers gekommen.

Hierzulande wurden bisher nur wenige Tigermücken gefunden, in Italien sei sie bereits heimisch. Um Einschleppungen tropischer Viruserkrankungen nach Deutschland frühzeitig zu erfassen, führt das Hamburger Institut zusammen mit verschiedenen universitären und außeruniversitären Kooperationspartnern seit April 2012 umfangreiche Überwachungsmaßnahmen durch, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt werden.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige