Infineon-Chef will Deutschland zum Zentrum für IT-Sicherheit machen

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Berlin – Infineon-Chef Reinhard Ploss will auf dem nationalen IT-Gipfel von Politik und Unternehmen am Dienstag in Hamburg dafür werben, Deutschland zu einem weltweiten Zentrum der IT-Sicherheit zu machen. Der Vorstandsvorsitzende des Münchener Halbleiterherstellers macht sich dabei stark für eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Firmen: „Ich würde es begrüßen, wenn die Politik eine Initiative startet, zum Beispiel wie bei der E-Mobility“, sagte der Manager dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Ploss ergänzte: „Mir geht es um eine wirkungsvolle Partnerschaft, die die relevanten Akteure aus Staat und Wirtschaft zusammenbringt.“

Hardware-Hersteller, Telekommunikationskonzerne und Softwarefirmen sollten seiner Ansicht nach kooperieren mit dem Forschungsministerium, dem Wirtschaftsministerium und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). So könnte ein System aufgebaut werden, in dem sich Menschen und Maschinen im Internet verlässlich und sicher ausweisen. Sensible Daten könnten so über das Netz verschickt werden, wären aber vor Hackerangriffen geschützt. Dazu würde eine halbstaatliche Zertifizierungsstelle aufgebaut, ähnlich Icann; das ist die Internetadress-Verwaltung in Kalifornien. Ploss’ Botschaft an die Politiker: „Wenn wir es nicht machen, dann machen es andere.“ Eine große Rolle könnte laut Ploss auch der BDI als Dachverband und Koordinator spielen. „Schließlich geht es darum, ein großes System zu bauen und nicht nur einzelne Elemente zu entwickeln.“

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