Indonesien richtet Ausländer wegen Drogenvergehen hin

Jakarta – In Indonesien sind am Sonntag fünf Ausländer und eine Einheimische wegen Drogenvergehen hingerichtet worden. Die zum Tode verurteilten Ausländer, die aus Malawi, Nigeria, Vietnam, Brasilien und den Niederlanden stammten, wurden von Exekutionskommandos erschossen, teilten örtliche Behörden mit. Es waren die ersten Todesstrafen, die unter dem neuen Präsidenten Indonesiens, Joko Widodo, vollstreckt wurden.

Indonesische Behörden begründen die Verhängung der Todesstrafe für Drogendelikte mit täglich 50 Drogentoten. Von den gut 250 Millionen Einwohnern Indonesiens seien etwa 4,5 Millionen drogenabhängig. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte die Todesstrafen. Laut den Menschenrechtlern war es in Indonesien im zurückliegenden Jahr zu keinen Hinrichtungen gekommen. Für 2015 seien hingegen mindestens 20 Exekutionen geplant.

Über dts Nachrichtenagentur