Illertissen – Senden | Senioren werden Opfer eines „Enkeltrick/Bekanntentrick“

Am Dienstag, 28.08.2018, wurden Senioren aus Senden und Illertissen Opfer von Betrügerinnen. In beiden Fällen rief bei den älteren Herrschaften jeweils eine Frau an, die sich als vermeintliche Verwandte und Bekannte ausgab. In Senden gab sich die Betrügerin als Verwandte aus, die aufgrund eines Wohnungskaufes eine hohe Bargeldsumme benötigen würde. Bei dem Anruf in Illertissen war eine angebliche Bekannte am anderen Ende der Leitung, die wegen der Begleichung von Schulden Geld wollte. Da die Senioren natürlich keine hohen Bargeldsummen zu Hause hatten, forderte die Anruferin dazu auf, sofort zur Bank zu gehen und das Geld zu holen. Daraufhin begaben sich die 86-jährige Seniorin aus Senden und der 84-Jährige aus Illertissen, mit seiner Ehefrau zur Bank und hoben das geforderte Geld ab. Nach weiteren telefonischen Anweisungen übergab am Spätnachmittag die 86-Jährige in Senden an ihrem Haus einer Frau insgesamt 18.000 Euro. Das Ehepaar aus Illertissen händigte am Abend in ihrem Haus 62.000 Euro an eine telefonisch angekündigte Frau aus. In beiden Fällen wird die Geldabholerin als ca. 30-jährige Frau mit brünetten eher kurzen Haaren beschrieben. Erst nach den Geldübergaben bemerkten die Geschädigten, dass es sich um eine Betrugsmasche handelte und die Senioren erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Allgemeine Hinweise zum Phänomen:
Die Anrufer täuschen über ihre wahre Identität und geben sich als Angehöriger des Opfers aus. Anschließend schildern sie eine finanzielle Notlage und bitten diesbezüglich um Hilfe. Oft werden der Kauf einer Wohnung und die Notwendigkeit hierfür Geld zu hinterlegen, als Grund für nötigen Finanzhilfen angegeben. Die Forderungen betragen oft mehrere 10.000 Euro. Wenn das Opfer darauf eingeht, geben die Täter an, dass ein Notar oder Anwalt das Geld abholen würde. Die Geschichte ist jedoch beliebig wandelbar und wird an die Reaktionen des Opfers angepasst. Die Anrufer verhalten sich äußerst professionell und sind sehr sprachgewandt.

Die Polizei rät deshalb: 
-Setzen Sie Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis
-Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über Vermögensverhältnisse
-Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen – Hinterfragen Sie kritisch
-Übergeben Sie niemals hohe Geldbeträge an angebliche „Geldabholer“

Rufen Sie bei dem geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen! Lieber einmal zu oft den Notruf genutzt, als betrogen zu werden.