Illertissen – Einsatzkräfte üben auf dem Werksgelände von RUKU und überprüfen ihre Einsatz- und Alarmpläne

Foto: wis

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Kurz nach 19 Uhr heulten am Dienstag Abend, 04.11.2014, in Illertissen und Umgebung die Sirenen, und wäre nicht am Beginn der Alarmmeldung das Wort „Einsatzübung“ gestanden, so wären wohl noch mehr als ohnehin schon bei vielen Feuerwehrleuten und Zuschauern Erinnerungen an den Großbrand vor gut sechs Jahren wach geworden, dem damals das „Alte Hobelwerk“ zum Opfer gefallen war.

So aber fuhr ein Reihe von Löschfahrzeugen aus allen Stadtteilen und aus dem benachbarten Dietenheim zur „RUKU – Tore-Türen GmbH“ und diese wurden dort von Kommandant Erik Riedel in die angenommene Lage eingewiesen. Dem Einsatzleiter war es gelungen, die Übung bis zum Alarm geheim zu halten, und so konnten Kreisbrandinspektor Benedikt Kramer und Kreisbrandmeister Jürgen Karl die echten Ausrückzeiten protokollieren, ehe die Rettungs- und Löscharbeiten begannen. Die ersten am Einsatzort eintreffenden Kräfte der Feuerwehr Illertissen hatten den Auftrag, gemäß dem Grundsatz „Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung“ zwei „Übungs-Verletzte“ in einer Werkhalle zu suchen und herauszuholen, und währenddessen wurden die ersten Löschmaßnahmen vorbereitet. Erster Bürgermeister Jürgen Eisen und RUKU-Tore-Türen-Geschäftsführer Werner Schmid zeigten sich sehr beeindruckt, wie schnell die Löschfahrzeuge aus den Stadtteilen und aus Dietenheim eintrafen und wie geordnet die Hilfsmaßnahmen anliefen. Nach der „Rettung“ der beiden Personen war angenommen, dass die komplette Werkhalle in Flammen steht. So wurde aus dem Mühlbach, der abgedeckt unter dem Werksgelände durchfließt, an mehreren Stellen Löschwasser entnommen und schließlich mit zahlreichen Rohren auf das angenommene Brandobjekt geworfen. Nachdem der Aufbau planmäßig verlaufen war, rief Einsatzleiter Erik Riedel die Führungskräfte zu einer Lagebesprechung zusammen und gab dann den Befehl „Übungsende – Abbauen!“. Zum Abschluss waren schließlich 84 Feuerwehrleute angetreten, und die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion kommentierten die feuerwehrtechnische Seite der Übung, wobei sie insgesamt zu einem sehr guten Urteil kamen. Bürgermeister Jürgen Eisen dankte allen, die so unerwartet ihre Freizeit geopfert hatten, für ihre gute Arbeit an diesem Abend und darüber hinaus für ihre ständige Bereitschaft im Dienst der Bürgerschaft. Dabei betonte er auch die stets erfreuliche Zusammenarbeit mit den Nachbarn aus Dietenheim. Geschäftsführer Werner Schmid schloss sich dem Dank an und versicherte, dass es ein beruhigendes Gefühl für die Firmenleitung sei, zu wissen, dass im Notfall schlagkräftige Feuerwehren bereit stehen. Abschließend dankte Kommandant Erik Riedel allen für die Teilnahme sowie der Geschäftsleitung für die Bereitstellung des Übungsgeländes. Zuvor hatte KBI Kramer berichtet, dass dies beileibe nicht selbstverständlich sei und dass er anderswo auch schon Ablehnung erfahren habe. Mit den Dankesworten war für die Feuerwehrleute die Arbeit allerdings noch nicht beendet; es galt, nach der Rückfahrt in die Gerätehäuser die Fahrzeuge und Ausrüstungen wieder einsatzklar zu machen, und damit endete schließlich die alljährliche Großübung aller Stadtteilwehren.

 

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Info:

Bei der Großübung der Feuerwehren aus Illertissen mit allen Stadtteilen und Dietenheim waren insgesamt 84 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen eingesetzt. Im Ernstfall wären noch weitaus mehr Einsatzkräfte bereit gestanden; diese wurden aber für eventuelle Echteinsätze sowie zur Betreuung der gleichzeitig betriebenen Atemschutz-Übungsstrecke des Landkreises im Illertisser Gerätehaus zurück gehalten. Nach der neuen Alarmierungsstruktur der Integrierten Leitstelle wären bei der hier gegebenen Alarmstufe „B 5“ noch weitaus mehr Feuerwehren aus der Umgebung zu Hilfe gerufen worden.


 

 

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