IG BAU fordert Umzugsprämie für Senioren in kleinere Wohnungen

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Frankfurt/Main – Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BAU, Robert Feiger, will mit Umzugsprämien für Senioren die Wohnungsknappheit in Ballungsräumen bekämpfen. „Viele Senioren sitzen im Alter in ihren großen Wohnungen fest, viele Familien müssen dagegen in viel zu kleinen Wohnungen wohnen. Diesen Missstand müssen wir beheben“, sagte Feiger der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe).

Der Gewerkschafter schlug vor, umzugswilligen Senioren für Umzugshelfer, Maklerkosten und Renovierung der alten Wohnung je nach Bedarf eine staatliche Prämie bis zu 5.000 Euro zu zahlen. „Vielen Menschen wird im Alter, wenn Sie vielleicht auch alleinstehend sind, ihre Wohnung zu groß. Aber oft ist schon der Umzug eine zu große Hürde, sowohl finanziell als auch organisatorisch. Hier muss der Staat helfen“, so Feiger. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, nannte den Vorstoß in der „Bild“ „eine gute Idee“. Sie forderte zugleich, es müsse dafür gesorgt werden, dass es ausreichend „preiswerte Wohnungen im selben Stadtteil“ für die Senioren gebe. Der Chef des Sozialverbands SoVD, Adolf Bauer, nannte die Maßnahme „im Einzelfall sinnvoll“. Er warnte jedoch: „Kein Mensch darf sich gezwungen fühlen, seine Wohnung räumen zu müssen.“

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