Ichenhausen – Kreisbrandinspektion Günzburg zieht Bilanz

Lkrs. Günzburg/Ichenhausen + 13.03.2013 + 13-0479

13-03-2013 kreisbrandinspektion-günzburg kommandantenversammlungen ichenhausen obeser new-facts-eu20130313 0001

Kreisbrandrat Robert Spiller eröffnete mit seiner Begrüßung die Dienstversammlung der Kommandanten im Landkreis Günzburg, welche am 13.03.2013 in der Ichenhausener Friedrich Jahn Halle abgehalten wurde. Er führte die etwa 250 Anwesenden mit interessanten, beeindruckenden Informationen und Zahlen durch den Abend.

Eindrucksvolle Daten
Etwa 3% der Bevölkerung, nämlich 3804 Feuerwehrmänner und 302 Feuerwehrfrauen, leisten ihren wertvollen Ehrenamtlichen Dienst in 112 Freiwilligen Feuerwehren, fünf Löschgruppen, sieben Werksfeuerwehren und einer Betriebsfeuerwehr. Bei 1977 Einsätzen, 560 Einsätze mehr als in 2011, investierten 3806 Feuerwehrdienstleistende stolze 75.000 Einsatzstunden. Diese Zahlen, so Kreisbrandrat (KBR) Spiller, geben einen beeindruckenden Abriss darüber, wie enorm wichtig die Arbeit der Feuerwehren im Landkreis ist.
690 Feuerwehrdienstleistende nahmen an den von der Feuerwehrinspektion und dem Kreisfeuerwehrverband angebotenen Ausbildungsveranstaltungen teil. Diese teilten sich auf in Atemschutz- und Maschinisten Lehrgänge, sowie Truppführer, Truppmann und einer Zusatzausbildung als CSA-Träger.
112 Teilnehmer wurden zu einer der bayerischen Feuerwehrschulen entsandt.

______________________________________________________
Einsätze 2012 und Steigerung gegenüber 2011 (Stand 31.12.2012)

  • 143 Brandeinsätze (+5)
  • 307 Sicherheitsdienste (+84)
  • 196 Fehlalarmierungen (+12)
  • 906 Technische Hilfeleistungen (+58)
  • 425 sonstige Einsätze

__________________________________________________________

 
Viele Leistungsabzeichen angelegt
Im abgelaufenen Jahr wurden 434 Leistungsabzeichen von den Feuerwehrdienstleistenden im Landkreis „Die Gruppe im Löscheinsatz“ der Stufen 1 bis 6 abgelegt. Das Abzeichen in Gold Rot, der Stufe 6, konnte 48 Mal überreicht werden. 136 Leistungsabzeichen „Die Gruppe im Technischen Hilfeleistungseinsatz“, davon 9 der Stufe Gold Rot, sind ausgehändigt worden.

Ausrüstung verbessert
Die Ausrüstung der Feuerwehen wurde durch neue und gebrauchte Fahrzeuge bei insgesamt 11 Feuerwehren verbessert bzw. ergänzt.
Die Werksfeuerwehr der BWF Offingen konnte ihr neues Gerätehaus in Dienst stellen.
Die Feuerwehren aus Hochwang und Unterknöringen durften einen Anbau an ihrem Gerätehaus feierlich segnen.

Mobiler Funkstörer im Visier
Auch einem mobilen Funkstörer ist man gemeinsam mit der Bundesnetzagentur auf den Fersen. Man erhofft hier baldige Aufklärung.

Gute Zusammenarbeit mit Regierung, Behörden und anderen Institutionen
Neben dem Polizeipräsidium Schwaben Süd-West lobte der Kreisbrandrat die Beamten der Polizeiinspektionen im Kreis Günzburg, sowie der Autobahnpolizei Günzburg, für die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit. Erster Hauptkommissar und Polizeichef in Günzburg Ernst Maguhn, welcher unter den Gästen war, lauschte den Worten des KBR. Ebenso dankte der KBR den Feuerwehren aus Günzburg, Burgau und Krumbach, welche die Einsatzbegleitung sicherstellen. Auch den Notfallseelsorgern, dem THW, dem BRK, der DLRG und den weiteren Gönnern gebührt Dank für die Unterstützung und Zusammenarbeit.
Spiller dankte der Regierung von Schwaben für die zügige Abwicklung von Zuschussabfragen und Unterstützung in rechtlichen und fachlichen Belangen. Er dankte hier insbesondere den Fachberatern Gerhard Beck und Josef Schmid.

Horst Schömer, Systemadministrator bei der Integrierten Leitstelle Donau-Iller, zeigte in einem Vortrag, wie die Leitstellensoftware „ELDIS III“ arbeitet und funktioniert.

Ichenhausens 2. Bürgermeister Franz Zenker hob die Arbeit der Feuerwehrler mit den Worten „Freiwillig, Einsatzstark und steht´s hilfsbereit“ hervor und sieht die freiwilligen Feuerwehren als unverzichtbarer und wesentlicher Bestandteil des Sicherheitskonzeptes. Kreisbrandinspektor Albert Müller informierte die Anwesenden über die Veränderungen bei den Kommandanten im Kreis Günzburg.

Landrat Hubert Hafner war es ein großes Anliegen den Termin wahrzunehmen um den Anwesenden für ihre uneigennützigen Leistungen Dank auszusprechen. Er lobte die großzügige Spende der Firma Wanzl nach dem Großbrand im Februar 2012.

Ehrungen
Erwin Berchtold hat das 63. Lebensjahr erreicht und schied damit altersbedingt aus dem aktiven Dienst aus. Er erntete Dank für seine Leistungen und wurde zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt. Sebastian Maucher und Thomas Killewald erhielten ihre Ernennungsurkunde als Funkfachberater. Die silberne Nadel der Feuerwehrinspektion erhielt Kreisbrandmeister (KBM) Franz Durm. Die Ehrennadel der Feuerwehrinspektion in Silber wurde Schiedsrichter Johann Ruf verliehen. Die Inspektionsnadel in Silber erhielten Armin Dauner, stellv. Kommandant der Feuerwehr Rechbergreuthern, Franz Haider, stellv. Kommandant der Feuerwehr Schellenbach, Stephan Leitenmaier, Kommandant der Feuerwehr Lauterbach, Wilhelm Mader, Kommandant der Feuerwehr Oxenbronn.
Manfred Czekalla von der Werksfeuerwehr BKH Günzburg und Friedrich Kautter, Kommandant der Feuerwehr Autenried wurden mit der Inspektionsnadel in Gold geehrt.

Höchste Anzahl an Jugendgruppen in Schwaben
Kreisjugendwart Willi Sauter lieferte einige Zahlen. Zum 31.12.2012 waren 81 Jugendgruppen mit 548 Anwärter und 158 Anwärterinnen gemeldet. Mit der hohen Anzahl der Jugendgruppen, stehe der Landkreis an der Spitze in Schwaben. Neben dem demographischen Wandel bereiten auch die neuen Medien, die für die heranwachsenden oft interessanter sind, den Wehren Nachwuchssorgen für die Zukunft. Waren früher die örtlichen Vereine die erste Anlaufstelle, werden die Kids von den Eltern oft kilometerweit zu auswärtigen Freizeitaktivitäten gefahren. Sauter dankt den vielen, die die Jugendarbeit aktiv mitgestalten und unterstützen. Er wünscht sich mehr Kinderfeuerwehren und aktives zugehen auf Schulen, um das Interesse möglichst früh zu wecken.

Foto: Obeser


Anzeige