Hopferau | Bei Explosion schwer verletzt – Schwarzpulver in mittelalterlichen Kanone

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Foto: Pöppel/Symbolbild

UPDATE, 18.09.2018, 16.30 Uhr

Wie bereits berichtet, wurde ein Darsteller beim Mittelaltermakt „1468“ am Freitag, 14.09.2018, schwer verletzt.
Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Füssen ergaben nun, dass der Geschädigte die Kanone mit Schwarzpulver füllte, dann die Ladeschaufel in den Lauf der Kanone einführte und mit den Händen außerhalb des Kanonenlaufs zum Drehen der Schaufel ansetzte. Dabei entzündete sich das Schwarzpulver und es kam zur Explosion. Die Schaufel wurde aus dem Lauf katapultiert, der Geschädigte zu Boden geschleudert und dabei schwer am Arm verletzt.


Bei den Vorbereitungen zu einem Kanonenschlag verletzte sich ein 59-jähriger Darsteller des Mittelaltermarktes „1468“, am Feitag, 14.09.2018, in der Hopferau, Lkrs. Ostallgäu, schwer. Bevor ein Schuss der mittelalterlichen Kanone abgegeben werden kann, muss das verwendete Schwarzpulver manuell in die Kanone eingeführt und vorbereitet werden. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen besteht aufgrund der Beschaffenheit des Schwarzpulvers ein Restrisiko, worüber sich der Geschädigte – trotz seiner Erfahrung – bewusst war. Gerade als der Geschädigte seinen gesamten rechten Arm in der Kanone hatte kam es hierin zur Explosion. Der Darsteller zog sich dabei schwere Verletzungen am Arm zu und wurde deshalb im Anschluss sofort in die Unfallklinik Murnau zur weiteren Behandlung geflogen.

Die umstehenden Personen erlitten einen Schock. Sowohl für die Kanone als auch seitens des Darstellers konnten alle notwendigen Genehmigungen vorgelegt werden. Die Sachbearbeitung hat die Polizeiinspektion Füssen übernommen.